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Freitag, 2. September 2016

Fackeln und Fackelstäbe für Feuer-Shows

Erstellungsdatum: 2007 - 2008


Früher... als man noch Student war und Zeit hatte. Früher... als man noch wenig Geld hatte und viel viel mehr selber gemacht hat.
Aus dieser Zeit, dem "früher" stammen die Protagonisten meines heutigen Blogpostings.


Gemeint sind hier nicht die dargestellten Mädels - gemeint ist der Fackelstab. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da habe ich mit Feuer gespielt. Unter anderem mit Pois, Fächern und Stäben. Der abgelichtete Fackelstab ist selbst hergestellt: Ein Holzstab aus dem Baumarkt, Fackelband aus einem Online-Shop, ein paar Schrauben und die Werkbank meines Vaters waren die Bastel-Utensilien.

Gebastelt habe ich damals zwei Stäbe: einen langen (erstes Bild) und einen kurzen (ca. einen halben Meter kürzer - ohne Bild). Außerdem brauchte ich fürs Feuerspucken auch zwei Fackeln. Die sind nachfolgend dargestellt.


Die Fackeln bestehen aus einer Gardinenstange, die ich in der Garage meines Elternhauses gefunden hatte. Da ich nicht wusste, wie diese Stange mal behandelt worden war (Lack?), habe ich zur Sicherheit noch Alufolie unter das Fackelband gelegt.
Alle Stäbe und Fackeln habe ich gerne genutzt. Einige Auftritte haben sie mitgemacht - irgendwie muss man ja das ausgegebene Geld wieder einspielen...

Und dann habe ich die Zeit verloren, mich um das flammende Hobby zu kümmern. Zudem habe ich keinen Ort mehr zum üben - damals im Garten meiner Eltern war das kein Problem. Jetzt, in der eigenen Wohnung, habe ich keinen Garten.
Und ohne Zeit und Ort war die Lust auf das Hobby auch irgendwann tot.

Wie viel Spaß mir das Spiel mit dem Feuer bereitet hat, sieht man auf dem nachfolgenden Foto ganz gut. Es ist direkt nach einem Feuer-Auftritt aufgenommen, den ich an dem Geburtstag einer lieben Person mit einigen anderen Leuten aufgeführt habe. Meine Haare habe ich bei Auftritten und dem Proben immer mit Baumwolltuch geschützt - und das Top (wie auch die Gnomität) ist Öl-verdreckt von dem 15-minütigen Auftritt zuvor.



Das erste Bild ist bei einem Fotoshooting entstanden. Da war das Feuer nie wirklich eine Gefahr für Haare und Kleidung.
Die Kleidung und auch den Anlass für das Fotoshooting habe ich vor einer ganzen Weile schon einmal vorgestellt.

Freitag, 30. Mai 2014

Orientalischer Tanz

 

Erstellungsdatum: Ende 2007 - Mitte 2008


Es ist gefühlte Jahrzehnte her, dass ich Kurse zum orientalischen Tanz besucht habe und tatsächlich ein paar Auftritte (solo, bei Freunden oder zu Festen von Kindergärten) hatte.
An sich ist der orientalische Tanz eine wunderbare Art den Körper kennen zu lernen - und natürlich eine Herausforderung für meine Nähmaschine beziehungsweise mich. Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich mein Kostüm endlich zusammen hatte. Auf die Idee, mich im Internet mal umzusehen für Inspiration, bin ich damals irgendwie nicht gekommen.

Das einzige, was zu Beginn für mich feststand war die Farbe. Das Kostüm sollte rot sein.

Zu Beginn habe ich mich an dem Rock vom Burda-Schnittmuster 2442 versucht. Als ich ihn fertig hatte mit Perlenborte und Verschluss, hab ich ihn angezogen und er gefiel mir gar nicht.

Rock von vorne:

Rock von hinten - Das Gesäßfleisch wird ziemlich betont und gerade von hinten und der Seite sah der Rock einfach grausig aus. Als ob ich einen Entenarsch hätte.


Als nächstes habe ich die Pluderhose vom Burda Schnittmuster 3043 genäht. Ich habe meiner Mutter dafür frech-weg einfach schönen Stoff geklaut (wenn man noch bei den Eltern wohnt ist das ja ganz einfach - und ich glaub wir beide hatten keinen richtigen Überblick, welcher Stoff jetzt wem gehört). Die fertige Hose ist wunderschön, vor allem aus dem verwendeten Stoff. Also hab ich noch schnell den passenden Gürtel dazu genäht und mit silbernen Münzen versehen.

Jetzt kam aber das Problem mit dem Oberteil. Ich hab das Oberteil vom 2442-Schnittmuster genäht - und es ist nicht bauchtanz-geeignet. Beim Heben der Arme rutsch das Oberteil so weit hoch, dass die Brust frei liegt. Senkt man die Arme dann wieder, rutscht das Oberteil nicht mehr nach unten. Jetzt begann die Suche nach einem anderen Oberteil. Ich habe ziemlich viele Sachen ausprobiert, unter anderem das Schnittmuster 8181 von Burda, aber es klappte alles nicht so, wie ich wollte. Entweder war die Bewegungsfreiheit der Arme eingeschränkt oder die Brüste lagen ab einer gewissen Bewegung frei.
Hier mal ein Bild der Bluse, ich nutze sie inzwischen, wenn ich im Sommer zum Sonnen nach draußen gehe, damit ich nicht im Bikini ums Haus in den Garten gehen muss.

Die Probleme mit freiliegenden Brüsten und eingeschränkter Armfreiheit brachte mich letztlich zur Lösung: Wenn ich mir schon den Kopf zerbrechen muss über einen passenden Brustschutz, warum nehm ich dann nicht einfach einen schicken BH als Oberteil? Doch wo findet man einen schicken BH, den man nur noch ein bisschen verzieren muss? Bis ich endlich einen Fuß in einen der hier ansässigen Sexshops setzte, vergingen Wochen. Und da fand ich auf Anhieb den richtigen BH: rot und mit Pailetten besetzt.
Den BH habe ich noch mit Perlen aufgemotzt, aus denen ich eine Borte gebastelt habe. Fertige Perlenborte stellte mich da nicht zufrieden und die hätte ich ja auch nicht so verdeckt anbringen können, dass man das Stoffband der Borte nicht mehr sieht.

Mit dem Kostüm habe ich dann im Garten meiner Eltern rum-gepost, und mein damaliger Freund (heutiger "Wurzel-Prinzgemahl") hat sich um die optische Aufnahme gekümmert. Aus dem Fotografieren und Bearbeiten kamen dann ein paar hübsche Bilder heraus.

Im Mai wurde folgendes Bild aufgenommen:

Im Sommer dann hatte ich mit einer Freundin ein Fotoshooting im eigenen Garten. Hintergrund dieser Bilder ist, dass sie ein Andenken für die Kinder ihres Kindergartens haben wollte, mit dem sie an die Vorschulkinder-Übernachtung erinnert würden. Diese Übernachtung und das zugehörige Unterhaltungsprogramm war orientalisch ausgerichtet und im Abend gab es eine kleine Feuer-Poi Nummer.
Einige Wochen zuvor sind dann folgende Bilder entstanden.

Hier sieht man die Perlenfransen des Oberteils sehr schön zur Geltung kommen (neben dem Inhalt des Oberteils):

Dieses Bild hier haben die Kinder als entwickeltes Foto bekommen. (Natürlich war da das Gesicht ihrer Erzieherin nicht verpixelt.) Der Rock, den sie trägt, ist der Erstversuch für ein Tanz-Unterteil. Ihr Oberteil ist ein umgeschlagenes Top.

Wenn ich es mir recht überlege, war dieses Kostüm mein erstes selbstgenähtes Outfit, mit dem ich auch im Rückblick noch vollständig zufrieden bin.

Eine Anekdote dazu: Ich war beim Tanzkurs in der letzten Unterrichtseinheit vor den Ferien im Kostüm erschienen. Die Damen des anschließend stattfindenden Fortgeschrittenen-Kurses hatten mich zu dem Kostüm und seiner Herkunft befragt. Wenige Wochen später hab ich dann erfahren, dass der  Kurs geschlossen in den Sexshop marschiert ist, um sich da mit Pailetten-BHs einzudecken.