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Freitag, 13. Mai 2022

Ein Pullover für die Shadowrun-Gestaltwandlerin

 

Erstellungsdatum: Dezember 2022


Auch im Dezember 2021 habe ich im grünen Forum am Weihnachtswichteln teilgenommen.

Jeder, der mitmachen möchte, gibt 3 Wünsche ab. Aus der Liste der Wünsche suchen dann alle Werkel-Willigen einen Wunsch aus, den sie erfüllen möchten. Damit werden dann die nicht erfüllten Wünsche des Wünschenden zurückgezogen. So bekommt jeder nur ein Geschenk. Wichtig dabei ist: Man darf auch Wünschen, ohne selbst zu basteln!

Wenn man ein Geschenk abgeschickt hat, kann man auch wieder in der Liste suchen und nochmal einen Wunsch erfüllen... Das geht so lange, bis die Liste abgearbeitet ist und jeder Wünschende einen Wunsch erfüllt bekommt oder aber bis die Versand-Deadline vor Weihnachten erreicht ist.

Hier nun hat sich die Wünschende einen Pullover gewünscht. Da ich selbst keine Pullover nähe, habe ich mich für ein Ready-Made entschieden: Einen Kauf-Pullover (groß, schlunzig, lang, wärmend) mit Stencil.

 


Die Beschenkte spielt in Shadowrun eine Fuchs-Gestaltwanderin aus dem asiatischen Raum, eine Straßensamurai (diese Infos habe ich von einer Dritten erhalten). Ich habe einige Tage am PC das Motiv gebastelt und dann final auf Schablone gebracht und dann auf den Pullover gestencilt. Die Ränder sind für meinen Geschmack etwas zu unscharf, was leider dem Stoff (Fleece) geschuldet ist. Ich habe es so gut wie möglich nachgearbeitet, ohne dass das Motiv damit versaut wurde.

Auf die Distanz sieht man die Unschärfe nicht, damit habe ich nochmal alles retten können.

Das ist eben der Unterschied zwischen geplotteten Motiven und Stencil...

 

Freitag, 22. Dezember 2017

Magier-Adepta Tabea Birkenbinder - Der Dreispitz als Magier-Hut

Erstellungsdatum: September 2017


Was braucht man als Expiditionsleiter-NSC auf Larp, genauer gesagt, was braucht Adepta Tabea Birkenbinder als Kopfschutz?


Ich bin kein Freund des Blöden-Hut-Credos - so kam der Hut auch als letztes Stück zum Kostüm dazu. Ich mag Dreispitze und aus Schlapphüten kann man fix einen solchen Dreispitz machen.
Die Notwendigkeit für einen Hut habe ich erst wenige tage vor dem Larp gesehen - es war Regenwetter angekündigt und ich hatte keine Kapuze im Kostüm. Auf dem Kopf nass werden ist aber auch nicht schön. Also war ein blauer Schlapphut bestellt und nach seiner Ankunft wurde er binnen weniger Stunden zum Kostüm passend umgestaltet.


Erst habe ich den Hut mit Imprägnierspray eingesprüht - sicher ist sicher.
Dann habe ich mit der Nähmaschine Schrägband entlang des Randes an der Unterseite der Krempe angenäht.
Und zuletzt wurde die Krempe an drei Stellen an der Krone festgenäht. In meinem Fall habe ich je Auschlagseite drei kleine Fixierungen vorgenommen, damit der Hut auch ja seine Form behält, egal wie nass er wird.


Und fertig ist der Dreispitz.
Neben der praktischen Seite (trockener Kopf) hatte der Hut auch eine spieltechnische gute Seite: Mit einem Dreispitz wirkt eine kleine Frau wie ich dann auch wie eine Autoritätsfigur. Man nimmt mich zumindest ernster.

Am ersten Abend des Larps, noch bevor das Spiel startete, da wurde ich von drei Spielern aufgesucht. Ich musste mich mit ihnen abstimmen. Die Orga hatte den dreien gesagt: blaue Kleidung und Dreispitz - und obwohl ich in einer Pferdebox stand und das Gelände groß war, die drei haben mich fast sofort gefunden und meinten, ein Dreispitz sei einfach zu gut zu erkennen.

Freitag, 21. Juli 2017

gewagtes Larp-Oberteil - Bikini für ein Wasserwesen

Erstellungsdatum: August 2016

Ich bin an sich nicht der Typ, der seinen Körper auf Larp zur Schau stellt. Elfen, die mit Fell-Bikini schwertschwingend umher laufen... Damen, die unter einem Neckholder-Kettenhemd nichts tragen... Rahjadienerinnen, die Ausschnitte bis unter den Bauchnabel tragen und Gefahr laufen, dass mehr Brust aus dem Oberteil herausfällt als manch einem Mitspieler angenehm... So bin ich nicht.


Aber jetzt musste da eine Ausnahme gemacht werden. Als Wasser-Nymphe, als Najade wollte ich ein schön-Wetter-Kostüm haben. Wenn man im Internet nach Najade, Nereide oder Wasser-Nymphe sucht, dann findet man Bilder von leicht bekleideten Damen. Auch die antiken Darstellungen lassen sehr viel Haut sehen. Und nachdem ich auch schon Auftritte im Bauchtanzkostüm hatte (wenn auch nicht auf Larp), habe ich mich nun doch gewagt...
Ich entschied mich dazu, ein Bikini-Oberteil zu verarbeiten. Das Oberteil habe ich als schlichtes Stück gekauft. Ursprünglich war es ein Neckholder. Ich mag aber keine Neckholder - so habe ich die Nacken-Schnürungen mittels KamSnap zu Trägern verarbeitet.


Erst hatte ich die Knöpfe falsch herum angebracht - ich kann nur raten, sich die Teile gut zurecht zu legen, einmal aufgesetzte KamSnap-Sachen sind unheimlich schwer wieder zu entfernen. Man kann nur mit einer Zange Stück für Stück von dem Druckknopf abschneiden und dann vorsichtig den Kopf vom Knopf schneiden. 


Aus meinem großen Fundus an Handarbeitssachen habe ich weiße, silberne und blaue Perlen genommen und Perlenschnüre daraus gemacht. Diese habe ich auch direkt an das Oberteil genäht. Jetzt sitzen schöne Perlen-Bommel am unteren Rand und Perlenkettchen am oberen Rand.
Natürlich durfte auch hier die obligatorische Muschel nicht fehlen.





Erst hatte ich die Idee, mit HotFix auf dem Oberteil zu arbeiten. Dann war mir nach dem Gürtel von einer Pluderhose (den ich nächste Woche vorstellen werde) und dem Korsett jedoch die Lust auf HotFix vergangen.
Da ich ohnehin auf dem Stoffmarkt war, habe ich dort nach einer passenden Borte mit Pailetten Ausschau gehalten. Gefunden habe ich dann auch eine Pailettenborte, die nicht einfach nur aus Pailetten sondern aus noch einigem mehr bestand. Mit handgesetztem Zickzack-Stich habe ich die Borte auf die Träger aufgebracht.


Zum Glück war am Samstag auf dem Larp so schönes und warmes Wetter, dass das Oberteil auch getragen werden konnte.

Freitag, 14. Juli 2017

In der Nacht tragen Najaden Korsetts

Erstellungsdatum: Juli 2016

Heute komme ich zu einem Fremd-inspirierten Kostümteil meiner LARP NSC Wasser-Nymphe. Inspirationsquelle war Leesha aus dem grünen Forum mit ihren Feenstaub-Kostümen. Hier ist ein gekauftes Korsett mit diversen Sachen zu einem wundervollen Kostüm umgebaut worden.

Nachdem mir Leesha ein paar Tipps gegeben hat, für die ich mich hier bedanken möchte, habe ich mir ein blaues Korsett bestellt.


Ich habe über den Brüsten zwei lange Chiffonstücke per Hand an das Korsett genäht. An der Unterseite des Korsetts sind diverse Perlenschnüre angebracht - natürlich selbst gefädelt.


Die Chiffon-Schals habe ich auf dem Rücken auf Höhe des oberen Randes vom Korsett mit einem Zier-Metallteil zusammengerafft. An dem Metallteil habe ich noch Perlenschnüre angebracht.


Ich wollte die Chiffon-Schals an den Schultern schön zusammengerafft haben. Ich wollte mich da ein wenig an den römischen Sagum anlehnen - oder zumindest an die wundervollen, faltig gelegten Mäntel, die antike Statuen tragen. Damit die Falten auch "richtig" sitzen - das heißt also genau so, wie ich es haben wollte, habe ich jede Falte einzeln gelegt und mit der Hand vernäht - im Übrigen bin ich bei der Zusammenfassung der Schals im Rücken genau so vorgegangen. Die Nähte habe ich mit Strass-Broschen verdeckt. Ich hatte da zwei Broschen, die ich als "Zugabe" zu meinem Brautkleid bekommen hatte und die ich immer schon grausig glitzernd fand und deswegen weder zum Brautkleid noch sonst wann getragen hatte.


Auf das Korsett habe ich HotFix Steine in allen Farben des Wassers aufgebracht - blau, violett, bernsteinfarben, grün, kristallklar. Oben am Korsett sind die Steine sehr dicht gesetzt, nach unten hin werden es immer weniger. Ich hatte die Idee, dass es so aussehen solle als steige gerade die Najade aus dem Wasser und die einzelnen Wassertropfen perlten an ihr herunter.


Zu guter Letzt habe ich Muscheln an das  Korsett genäht.

Ich habe an dem Korsett gut zwei Wochen jeden Abend zwei bis vier Stunden gewerkelt. An den Wochenenden habe ich teilweise mehr Zeit täglich darein gesteckt.

Materialverbrauch:
  • eigens gekauftes Korsett
  • vorhandener Chiffon
  • diverse Perlen aus dem riesigen Vorrat
  • um die 2.500 Strass-Steine - zum Teil aus dem Vorrat, zum Teil eigens für das Kostüm gekauft
  • zwei Strass-Broschen aus dem Vorrat
  • ein Zier-Metallteil aus dem Vorrat
  • Muscheln aus dem Geschenke-Deko Vorrat

Getragen habe ich das Korsett zu dem blauen Rock, den ich letzte Woche vorgestellt habe.


Das Konzept für Korsett und Rock hatte ich beim gemeinsamen Nähen mit einer der Larp-Organisatorinnen dieser Dame vorgestellt. Ich habe von dem Traum an Materialschlacht erzählt, von Perlen, Strass-Steinen und Muscheln.
Bei ihr haben wir auch die Muscheln mit Bohrlöchern versehen, damit ich sie aufnähen konnte. Aufgenäht sind sie mit einmal Faden durchfädeln, größere Perle als das Loch auffädeln und Faden wieder zurück durchs Loch führen. So sieht man keinen Faden.


... Gut, ich erzählte da also von dem ganzen Glitzer und Klimsbims und so ein Zeug und sie meinte: "Jaja, früher als Kind, da wollten wir keine Prinzessinnen sein sondern lieber Hexen - und jetzt als erwachsene Frauen basteln wir uns Kostüme, auf die jede Disney-Prinzessin neidisch wäre!"
Öhm... Stimmt. Ich war auch mehr so eine Ronja Räubertochter oder rote Zora als Kind... Prinzessin wollte ich nie sein. Und jetzt erfülle ich mir Träume in Glitzer, die viele Mädchen auch heutzutage mit großen Augen hegen.

Die Phantasie der Bauingenieurin ist also eine sexy-glitzer-Nymphe zu sein. Was wohl Herr Freud zu so etwas sagen würde?!

Und hier noch ein paar Impressionen von den Strass-Steinchen, die den "frisch aus dem Wasser gestiegen Effekt" haben sollen:




An meiner Schneiderpuppe sitzt das Korsett bei weitem nicht so gut wie an mir selbst. Die Schneiderpuppe ist halt auch etwas starrer als ich es bin ;)

Sobald ich Zeit, Gelegenheit, Fotograf und passenden Ort gefunden habe, wird es von dem Gesamtkostüm auch noch einmal Fotos in getragenem Zustand geben. Natürlich nur mit passendem Make-up und zugehöriger Frisur - ich habe eigens für das Kostüm eine Perücke bearbeitet, die ich dann zu einem späteren Zeitpunkt noch vorstellen werde.

Freitag, 23. Dezember 2016

Eine Muschelkiste - oder: Klebearbeiten für Matsch-Gnome

Erstellungsdatum: August 2016


Anfang September habe ich als NSC ein Larp bestritten und eine Najade, eine Wasser-Nymphe gespielt.


Ich sollte Muscheln, Perlen und solche Sachen dabei haben, um damit die Reisenden (SC) zu bestechen. Jetzt boten sich zwei Sachen an: Entweder eine Tasche oder eine Kiste. In einer Tasche gehen viele Dinge irgendwie immer verloren, also habe ich mich für die Kiste entschieden.


Ich hatte ohnehin noch diverse Kisten zu Hause, die im Laufe einer Larper-Lebens von ganz alleine den Weg in die Wohnung gefunden haben. Die genutzte ist eine Holzkiste mit Lederbändern und Metallbeschlägen.

Aber einfach nur eine Holzkiste ist mir dann auch zu wenig gewesen.
Ich habe den Kistendeckel verziert - nur den Deckel, damit ich sie noch gut und bequem anfassen und mit mir herumtragen konnte.


Zuerst habe ich Muscheln auf das Holz geklebt. Dazu habe ich Heißkleber genutzt.
Dann habe ich diverse Cabochons (bzw. deren Rückseite) mit blauem, silbernem und weißem Nagellack bemalt und auch auf den Deckel geklebt.
Dann habe ich drei verschiedene Perlengrößen genommen (große weiße, mittlere beige-weiße und kleine silberne) und habe die Lücken zwischen den Metallbeschlägen, den Lederbändern und den Muscheln und Cabochons damit gefüllt. Hierzu habe ich Schmucksteinkleber genutzt.


Als der Deckel fertig war, habe ich mich an das Innenleben gemacht. Ich habe einen Einsatz aus Pappe für die Kiste gebastelt, diesen Einsatz mit Filz ausgekleidet und dann ein Stück dunkelblauen Stoffes über alles gezogen und unsichtbar auf der Außenseite vernäht. Der Einsatz passt wunderbar in die Kiste und in ihm fanden sich Muscheln, Perlen, Halsketten, Ohrringe und auch mit Nagellack versehene Cabochons, die dann auf dem Larp teilweise den Besitzer wechselten. Die Erwachsenen waren gar nicht so sehr auf die Sachen aus - aber als die anwesenden Kinder erst einmal wussten, dass ich Muscheln verschenkte, da hat sich jedes Kind eine Muschel oder eine Quell-Perle (die Cabochons) abgeholt.


Zweck des Einsatzes ist es, dass die Tausch-Materialien nicht in der Holzkiste klapperten. Ich mag nicht mit klappernden Sachen herumlaufen.

Muscheln, Perlen, Perlenschnüre, Ohrringe und mit Nagellack auf der Rückseite bemalte Cabochons habe ich dann an diverse Spieler verschenkt. Vor allem die Kinder waren ganz begeistert, als ich jedem von ihnen eine schöne Muschel oder ähnliches geschenkt habe. Ein kleiner Mann kam immer wieder zu mir, um mir immer noch einmal die Muschel zu zeigen, die ich ihm geschenkt hatte. Der Gute war wohl um die 3 Jahre alt und hatte einen Narren an der Najade gefressen. Aber er war so lieb, da konnte meine schnippische Najade auch immer nur lächeln und nett zu ihm sein (was bei den Erwachsenen ganz anders aussah ;) ).

Freitag, 11. Dezember 2015

Upgrade eines Mantels - Avesdiener im Einsatz

Erstellungsdatum: 2007 (Windrose), April 2011 (Stickereien), 2011-2012 (Knüpfband)


Ein Kleidungsstück, welches teuer und wertvoll ist, das auch rege genutzt wird ist auf Larp der Wollumhang. Ich habe mir 2004 oder 2005 einen grünen Wollmantel gekauft, da der Mantel günstiger war als entsprechende Stoffmenge. Da hat der Preis über den Ehrgeiz gesiegt, alles selber nähen zu wollen.
Mein Mantel wächst mit der Zeit. Es kommen Sachen dazu, die ihn persönlicher machen und noch wertvoller für mich und auch meinen Charakter.

Ursprünglich war er grün, einfach nur grün. Die ersten Modifikationen waren eine Kürzung des Mantels und das Einnähen von vier kleinen Knopflöchern, damit ich den Mantel mit einer Fibel tragen kann.



Der Mantel hat eine lange Zipfelkapuze, in der man ganz bequem Sachen mit sich herumtragen kann, die nicht sofort gefunden werden sollen.


Die zuletzt angebrachte Verzierung sieht man auf den Bildern bereits: Ich habe eine Borte angenäht. Die Borte sollte genau die sechs Farben beinhalten, die mein Charakter mit dem Gott verbindet, dem sie ihr Leben widmet (der Name des Gottes lautet Aves).
So eine Borte gibt es natürlich nicht fertig zu kaufen, also habe ich sie geknüpft, wie ein ewig langes Freundschaftsbändchen.


Das Band ist etwa 3,70 Meter lang und ich habe gute anderthalb Jahre daran geknüpft. Angenäht habe ich das Band vollständig per Hand, damit das Band ohne sichtbare Nähte am Mantel hält.

Nun zur Rückseite des Mantels:


Ich habe hier im Blog vor einer ganzen (langen) Weile bereits Symbole vorgestellt, die ich für die Götter unseres Larp-Landes Aremia gestaltet habe.

Der erste Schritt an Zier für den Mantel war das Aufnähen der Windrose, des Symbols von Aves.


Dann, im April 2011, da stand ein Larp an. 10 Tage zuvor habe ich mir überlegt, es wäre doch schön, wenn die anderen 9 Götter auch auf dem Mantel verewigt wären.
Vorlesungsfreier-Zeit sei Dank habe ich dann 8 Tage durchgängig gestickt und bin auf das Larp mit blau-grünen Fingerkuppen gefahren (ich nutze zwar einen Fingerhut aber ich steche dummerweise nie mit dem Finger, der den Hut auf hat).



Die Symbole in ihrer Reihenfolge von "12 Uhr" an im Uhrzeigersinn sind:

Satuaria - das Symbol habe ich als letztes gestickt und es hat die meisten Nerven gekostet.

Mokoscha - bei ihr ist die Nadel (das beige Etwas zwischen Münze und Hufeisen) nicht ganz so hübsch geworden.


Levtan - da hatte ich kurz überlegt das Symbol zur Möbiusschleife mutieren zu lassen.


Nandus - ein Auge mit geometrischen Objekten drin.


Ucuri - das Zeichen ging mir am schnellsten von der Hand.

Swafnir - danach hatte ich die Nase voll aber mit einem unfertig bestickten Mantel wollte ich nicht auf das Larp. Und da wusste ich noch nicht, wie viel Nerven Satuaria kostet.


Kor - das erste Zeichen, das ich auf den Mantel gebracht habe. Komisch, dass ich mich daran sogar noch erinnere.

Ifirn - auch wieder einer der schnelleren Kandidaten.

Marbo - die ineinander verwundene Doppelspirale, die mir beim Sticken zu einem "Drehwurm" verhilf.

Den Mantel trage ich sehr gerne. Er ist wunderbar warm und sehr persönlich gestaltet. Immer wieder wenn ich ihn sehe denke ich daran wie viel Arbeit darin steckt und kann es selbst nicht mehr glauben, dass ich das alles gemacht habe.

Freitag, 27. November 2015

Adelheid auf Mördersuche - KrimiDinner im Hanf-Paradies

Erstellungsdatum: 13.11.2015

Mit Freunden spielen wir regelmäßig (einmal pro Jahr) KrimiDinner - davon habe ich bereits erzählt, als ich das Zubehör für einen Rocker-Vampir vorgestellt habe. Dafür legen wir uns richtig ins Zeug und schmeißen uns richtig in Schale.


Dieses Jahr stand von Krimi Total der "Hanf des Verderbens" an. Als Die Rollen verlost wurden, bekam ich die schöne Adelheid unter die Finger. Stichworte "Sex, Rock and Rock'n'Roll fördern die Schönheit". Ahja... 
Nach dem Durchlesen der Rollenkarte hatte ich folgende Figur im Kopf:
In der Serie Simon Templar gibt es eine Folge, in der er eine Schlagersängerin begleitet und ihr mehrfach das Leben rettet. Die Sängerin war irgendwie an Nancy Sinatra angelehnt (naja, damals waren wohl alle Schlagersängerinnen ähnlich). Ich wollte also ein Mini-Kleid in passendem Stoff haben, mit halbwegs ausgeprägtem Ausschnitt, langen Ärmeln und in seiner Kürze für meine Verhältnisse gwagt (ich trage normalerweise ungern kürzer als Knie-lang).


Mit dem richtigen Stoff aus dem Karnevalshandel habe ich dann an einem Abend (ca. 4 Stunden) das gewünschte Kleid genäht.
Der Grundschnitt ist der von einer Tunika, den ich für diese Zwecke kopiert habe. Vorderteil und mit Reißverschluss versehenes Rückenteil waren noch Knie-lang und ich habe es verkehrt herum angezogen - womit ich aussah wie eine Flodder-Hausfrau aus den 80er Jahren. Das Ding war ein Kittel aber musste nun auf Figur gebracht werden. Mit Hilfe des WurzelPrinzGemahls und meiner Schneiderpuppe habe ich es auch gut geschafft.
Die Seitennähte wurden tailliert gesetzt und es kamen noch vier Formnähte dazu. In dem Kleid steckt viel "Pi mal Daumen" und "Frei Schnauze". Ich würde es auch von der Machart her als "Quick'n'Dirty" bezeichnen (wobei ich auch schon schlimmeres als das genäht habe, was in diese Kategorie fällt).


An sich wollte ich zu dem Kleid weiße Stiefel anziehen und hatte mir schon weißen Kunstleder-Stoff gekauft, um mir die passenden Stiefel-Stulpen daraus zu nähen. Auf Grund der geringen zur Verfügung stehenden Zeit (ich hatte nur den einen Abend und ein paar Stunden am Folgetag zum Nähen) und der Unlust auf das Kunstleder habe ich mich nach Fertigstellung des Kleides aber für Stiefel entschieden, die ich im Haus hatte.


Passend zum Kleid mussten natürlich noch Accessoires her.
Aus einem Haarband, bestehend aus gestickten Gänseblümchen, habe ich mir mittels eines Kam-Snap Knopfes ein Halsband gemacht. Beim Einkaufen für die Klamotten hatte ich Blumenohrringe in den Händen, wovon ich zwei Paar genommen habe. Eine Blume von dem nicht als Ohrringe benötigten Paar habe ich zusätzlich an das Halsband genäht.
Ein weißer Lackgürtel hatte mich in Karnevalsgeschäft ebenfalls angesprungen und war eingekauft worden. Ihn habe ich noch auf meine Taille gekürzt und passend geschnitten.



Ich war erstaunt, wie gut ich mit einem soooo kurzen Kleid zurecht kam. Das ist jetzt nichts, was ich regelmäßig oder in aller Öffentlichkeit tragen würde. Alleine die Farbe ist nicht mein Ding. Aber unter Freunden ging es. Zum Glück war es so warm bei den Gastgebern, dass ich ohne Strumpfhose ausgekommen bin. Vielleicht gibt es ja noch mal im Freundeskreis eine Motto-Party mit 70er Jahre oder Hippies als Thema, dann würde das Kleid auch noch einmal getragen (wenn ich es schaffe die Figur zu behalten und dann noch in das Kleid passe).


Zum KrimiDinner gab es dann natürlich noch eine ordentliche Portion Make-up. Die Fotos sind im Übrigen noch nach dem Dinner in der gleichen Nacht entstanden. 


Für den WurzelPrinzGemahl habe ich eine Jeans umgestaltet. Die äußeren Beinnähte hat er bis zum Knie hin aufgetrennt und ich habe Dreiecke aus Blumen-Stoff eingesetzt. Et viola: Innerhalb weniger Minuten war eine verranzte alte Jeans eine tolle "Hanf-Dieter" Schlaghose geworden (die Rolle heißt eigentlich "Hans-Dieter" aber als Chef der Hanfplantage wurde er durchweg mit Hanf-Dieter bezeichnet).

Zum Abschluss gibt es noch ein Bild mit uns beiden am Ort des Geschehens: