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Freitag, 15. September 2023

Tudorballkleid in schwarz und rot - die Accessoires

Erstellungsdatum: September und Oktober 2009


Vergangene Woche habe ich mein Tudor-Ballkleid vorgestellt.
Heute zeige ich die zugehörigen Accessoires.

 
Da ist zum einen ein gekaufter Fächer. Hier habe ich eine Schlaufe geknüpft, um in am Handgelenk tragen zu können.

Des weiteren habe ich einen Haarreif mit dem schwarzen Stoff des Kleides bezogen und verziert:

Natürlich brauchte ich auch eine Tasche. Der Knopf an der Trage-Schlaufe der Tasche dient der Möglichkeit, die Tasche am Kleid zu befestigen.
 
Das Ballkleid habe ich so in der Form auf einem Ball getragen, für den nächsten Ball habe ich mir ein Barett genäht. Es lohnt sich immer, etwas mehr Stoff als benötigt zu kaufen und hinterher flexibel bei der Herstellung weiterer Accessoires zu sein.


Von einem Freund hatte ich die rot gefärbte Fasanen-Feder geschenkt bekommen. Diese habe ich auf einer Rolle über mehrere Tage so gebogen, dass sie die passende Form angenommen hat.

Das Barett wird an einer Seite mit einer Brosche hochgesteckt.
Und an sich ist das Barett ganz im Stil des eigentlichen Kleides verziert.
 
Was man hier nicht sieht: Die Verbindung des Barets mit seiner "Krempe" ist mittels schwarzem Schrägband genäht. Das Schrägband dient als Tunnel, durch das eine Schnur gezogen ist. Damit kann ich das Barett auf den Kopfumfang minimal anpassen. Wenn ich eine Flechtfrisur trage, brauche ich mehr Platz unter dem Barett als bei offenem Haar.

Das Kleid habe ich auf 3 oder 4 Tanzbällen getragen, darunter einem ganz besonderen Larp-Ball:
Man gehörte einer von drei Großfamilien oder einer vierten Partei mit militärischem Hintergrund an. Meine Familie hatte schwarz als Haupt-Wappenfarbe und damit mussten die Mitglieder etwas schwarz-lastiges tragen. Jede einzelne Figur (von insgesamt 200 Personen) hatte eine eigene Geschichte geschrieben bekommen und so wurde der Ball zu einer mörderischen Veranstaltung voller Intrigen und Verrat, Bluttaten auf dem Parkett und Nervenkitzel.
Die anderen Familien hatten einmal weiß und einmal blau oder grün als Wappenfarbe. Damit hatte man optisch eine sehr gute Zuteilung auf dem Ball und es wurde bislang zum einzigen Mal in meiner Ball-Erfahrung genau das gemacht, was man mit den Tänzen wirklich alles machen kann. Beispiele:
  • Mittänzern aus anderen Familien begegnete man aus meiner Familie sehr arrogant. So fielen die Referenzen in den Tänzen sehr gering aus: Damen knicksten nicht so tief und Herren verbeugten sich nur angedeutet.
  • Mittänzern aus der eigenen Familie begegnete man mit Ehrerbietung (sehr tiefe Knickse oder Verbeugungen )
  • oder auch Furcht (gar kein Augenkontakt bei den Tänzen und Referenzen).
  • Personen, mit denen man eine Fehde hatte, wurden gemieden. Es wäre aber unsäglich gewesen, einen Tanz abzubrechen. So berührte man sich zum Beispiel gar nicht sondern hielt seinen Fächer hin, anstelle der Hand.
  • Die Fächersprache kam ausgiebig zur Anwendung.
Und wer gut beobachten konnte, der erfuhr beim Tanzen durch die Art und Weise, wie Personen miteinander umgingen, ob sich eine Romanze anbahnte...
Der Tanzball war bislang für mich der intensivste und ich habe einen enormen Respekt vor dem Aufwand an Organisation. Wir haben uns mit der Gruppe, die meine Familie spielte, zwei male vor dem Ball getroffen (mit zum Teil anderthalb bis zwei Stunden extra Anfahrt), um die Tänze zu üben und die Familienstrukturen innerhalb der Familie zu festigen.

Freitag, 18. August 2023

Ein viktorianisch inspiriertes Ballkleid - Teil 3: Das Cape und Accessoires

Erstellungsdatum: 2016


Dies ist Teil 3 von insgesamt 3 Blog-Postings!

Link zu Teil 1: Das Unterkleid

Link zu Teil 2: Das Überkleid
 
Für das Ballkleid habe ich vorausschauend (bevor die Nähmaschine kaputt gegangen ist) ein paar Accessoires genäht. Unter anderem ein Cape nach eigenem Schnitt.
Das Hotel war zwar nur wenige Schritt vom Ballsaal entfernt aber ich befürchtete, kalt zu bekommen. Schließlich hat das Kleid als mein erstes Ballkleid weder bedeckte Schultern noch Ärmel.

Das Cape ist aus dem gleichen Baumwollsamt wie das Überkleid genäht. Es ist mit dem gleichen Baumwollkörper gefüttert, wie das zugehörige Korsett und es weist kupferfarbene Knöpfe auf.
Es ist dick genug, dass man durchaus auch einen kleinen Spaziergang draußen in der Mitte-November Nacht hätte machen können.
 


Ein weiteres Accessoire, das auf einem Tanzball unverzichtbar ist, ist der Fächer.
Beim Fächer vom Mondscheinballkleid habe ich bereits erläutert, wie man einen Holzfächer richtig hübsch in eine andere Farbe bekommt. Diese Technik habe ich hier auch angewendet, diesmal jedoch nicht mit silberner Sprühfarbe sondern mit kupferner.

Damit beim Tanzen die Hände frei sind, zwischen den Tänzen in einem Set der Fächer jedoch griffbereit ist, habe ich ihn an eine Schlaufe aus dem Samt-Stoff genäht und diese mittels verdecktem Knopf am Rock befestigen können.

Zudem brauche ich auch immer eine Tasche. Sie ist sehr schlicht und sollte erst über die Pfauen-Federn so richtig zur Geltung kommen. Doch dazu kam es bekanntermaßen ja gar nicht.

Damit kennt ihr jetzt auch das Pfauenballkleid, welches mit Pfau rein gar nichts mehr zu tun hat - und ihr kennt die Geschichte, warum ich inzwischen auf Tanzbällen nur noch als Herr zu finden bin.

Freitag, 2. Juni 2023

Ein Ballkleid aus "Stoffresten"

Erstellungsdatum: 2010 (glaube ich zumindest)

Als ich noch als Dame auf Tanzbälle ging...
... da war es mein Ansporn, jedes Jahr im November ein neues Kleid zum Tanzball ausführen zu können. Im Jahr 2017 habe ich den Reststoff eines alten Projektes genommen und per Zufall beim Stoffhändler meiner Wahl auch einen baugleichen Stoff in anderer Farbe gefunden. Der blau-beige Stoff ist der Rest vom Mantel eines Larp-Charakters. Diesen habe ich beidseitig verwenden können, da es keine eindeutige Rückseite gibt. Somit hatte ich einen beigen Stoff mit blauem Muster, einen blauen Stoff mit beigem Muster und das creme-farbene Pendant mit glänzendem Muster auf mattem Grund und umgekehrt.

Das Bild stammt vom Tanzball. Fotograf war Thomas Michalski. Ich habe mir in den letzten Jahren seine Erlaubnis zum Zeigen des Bildes geholt, welches er auch bearbeitet hat. Er ist ein wundervoller Fotograf und ein guter Tanzlehrer.

Ich habe dann einfach frei Schnauze die Stoffstücke ausgelegt und mit einem T-Shirt die Basis für das Oberteil zusammengestückelt. Das Kleid wird an diversen Stellen geschnürt:
  • im Rücken von Schultern bis Hüfte
  • an den beiden Seiten von Achsel bis unter die Hüfte
  • an den Oberarm-Bändern
  • an den Stulpen für die Unterarme
An neuralgischen Stellen (Achseln, Taille, Schultern) habe ich zudem Haken und Ösen angebracht.

Der Saum ist mit einer Baumwoll-Borte versehen, der sich auch in der Taille wiederfindet. Zudem sind zwei verschiedene Stoff-Borten und Litzenband verarbeitet. Dazu kommt im Brustbereich ein Metall-Zierelement und an diversen Stellen beige und blaue Perlen.

Unter dem Ganzen wird ein Leinenkleid getragen, das auf einem Tunikaschnitt basiert und bis kurz vor Kleid-Saum verlängert ist. Die Ärmel sind so weit und lang geschnitten, dass mit den Oberam-Bändern des Überkleides und den passenden Unterarm-Stulpen ein Puff-ärmeliger Effekt entsteht. 

Zudem habe ich aus den Stoffresten des Kleides eine Tasche genäht, die beim Ball solch essentielle Sachen wie Autoschlüssel, Taschentücher und Medikamente aufbewahrt.

 
Man sieht auf den Bildern oben, dass es noch weitere Accessoires gibt - alle selbstverständlich selbst gemacht:
  • einen Choker aus Spitze mit einer großen Lapislazuli-Perle
  • ein Haarnetz, welches mit Kämmen im Haar befestigt wird
  • und einen French-Hood, den ich nie geschafft habe abzulichten
Das Ballkleid habe ich auf mehreren Tanzbällen getragen, wie man immer mal wieder erkennen kann. Es war sehr bequem, ich brauchte nur bei der Rückenschnürung Hilfe und die Optik hat mir sehr gefallen.
Inzwischen wird das Kleid von einer anderen Dame getragen. Da ich nicht mehr als Dame auf Tanzbälle gehe, habe ich es verkauft und bin froh, dass eine gute Tänzerin und Freundin das Kleid haben wollte. Damit ist das Kleid das am meisten betanzte Kleid aus meiner Kreation.

Freitag, 5. Mai 2023

Accessoires zum Frühlings-Ball

Erstellungsdatum: Mai 2018

Vergangene Woche habe ich ein Tanzball-Gewand vorgestellt.
Ich hatte keine Bluse im Schrank, die für diese Weste passte. Also habe ich aus einem dünnen Stoff eine "sackige" Bluse genäht, ebenfalls nach dem Schnittmuster McCalls M6819
Der Schnitt für die Bluse habe ich modifiziert und hohe Manschetten angesetzt. Diese habe ich ausgesteift, so dass sie standen und darüber der Ärmel leicht puffte. Das sollte der Belüftung der Arme dienen. Aus dem Grund der Belüftung habe ich auch einen Batist mit Lockstickerei verwendet.

Zudem habe ich eine Tasche aus den Resten der verwendeten Stoffe der Weste genäht.

Im Innenleben habe ich einen Plastik-Druckknopf für einen kleine Innentasche eingenäht. Ich musste meinen Schlüssel irgendwo unterbringen und in der Hosentasche beim Tanzen ist das nicht sonderlich bequem.

Auf dem ersten Taschenbild sieht man auch, dass ich zwei Broschen gebastelt habe. Diese waren dann auch am Kostüm zu finden. Dafür hatte ich zwei Blumen-Element-Ketten gekauft: Eine habe ich als Kette getragen. Die zweite habe ich auseinander genommen und daraus die Ohrringe und Broschen gefertigt. Mit ein paar Basic-Teilen fürs Schmuck-Basteln ist das in wenigen Minuten erledigt gewesen und war last-minute am Tag vor dem Ball geschehen.
Eine Impression vom Gewand in Aktion, dazu eine dunkel-violette Hose und die Dame in passenden Farben gewandet.

Freitag, 23. September 2022

Die Fantasy Amazone im vollen Klischee

 Erstellungsdatum: Februar und März 2022


Anfang 2022 wurde das nächste KrimiDinner im Freundeskreis angepeilt: Die Legende der Sturmklinge

 

Mir wurde die Rolle der Amazone zugeteilt. Ich hatte richtig Laune zu basteln und zu nähen und dachte mir: Wenn schon Fantasy-Klischee, dann bitte auch richtig. In der beschreibung stand etwas von "knapper Rüstung" - Na Xena lässt grüßen...

 

 

Mit verschiedenen Kunstledern habe ich mich ans Werk gesetzt und mehr frei Schnauze als nach Anleitung gebastelt.

 

 

Herausgekommen sind:

  • Ein Oberteil nach gaaaanz grober Idee vom Schnittmuster Simplicity 2442
  • Ein Streifenrock nach grober Idee Wonder Woman (Film von 2017) - allerdings nicht ganz so knapp!
  • Armstulpen 
  • Ein Cape - schließlich sollte im Februar gespielt werden und ich hatte die Befürchtung zu kalt zu bekommen
 

 

Neben dem Kunstleder kam beim Cape noch Baumwollstoff zum Einsatz. Ich habe einen alten Metall-Ziergürtel auseinander genommen und die noch nicht kaputten Elemente auf Rock und Cape genäht. Zudem habe ich eine schwarze Kette für das Cape geholt.



Das KrimiDinner wurde dann auf Grund der Pandemie in den September verschoben. Am Tag selbst habe ich dann noch ein wenig Zeit in die Frisur und die Schminke investiert.


Das KrimiDinner war sehr gut. Mit den richtigen Leuten am Spieltisch und allgemeinem Spaß am Verkleiden und Rollenspielen hat man so einen wundervollen Abend.

Wir haben nicht alle unsere Spielziele erreicht aber wir haben den Mörder identifizieren können und ein zusätzliches Investigativ-Spielziel erreicht. Das können wir nicht von allen Dinnern behaupten.



Der WurzelPrinzGemahl spielte den Magier (Beiname "der Rote") und hier passte die Konventsrobe seines Larp-Charakters perfekt. Diese habe ich bereits zu einem früheren Zeitpunkt vorgestellt, da sie selbstverständlich auch von mir genäht wurde.

Zudem war das Nonnenkostüm wieder einmal im Einsatz. Das war nun schon der 3. KrimiDinner Einsatz des Kostüms und ich bin etwas erstaunt, wie häufig Nonnen im KrimiDinner bespielt werden.

Freitag, 10. Juni 2022

Gestickte Postkarten

 

Erstellungsdatum: Ende Dezember 2021


Für zwei ganz liebe Leute wollte ich besondere Postkarten als Überraschung versenden. Da die beiden auch handwerklich aktiv sind, kam für mich keine gekaufte Karte in Frage. Ich habe mich also daran gesetzt und Karten "bestickt". Das Motiv habe ich erst am PC bearbeitet, dann die Stich-Punkte auf das Papier übertragen und mit der Nadel Löcher vorgestochen. Zuletzt dann habe ich die Fäden durch die Pappe gezogen.

So sehen meine ersten gestickten Postkarten nun aus:

Da die Karten Anfang Januar eintrudeln sollten, habe ich ein wenig versucht das Winterliche als Motiv einfließen zu lassen und dennoch gewisse Vorlieben der beiden zu bedienen.


Die Überraschung ist auf jeden Fall gelungen und ich habe eine neue Handwerkstechnik für mich entdeckt.

Freitag, 29. April 2022

In case of HipHop...

 

Erstellungsdatum: Dezember 2021


Obwohl ich sonst keine Weihnachtsgeschenke außerhalb des Wichtelns im grünen Forum verschenke, habe ich 2021 doch eine "Schnapsidee" umgesetzt.

 

In Anlehnung an die Brandmelder-Kästen in öffentlichen Gebäuden habe ich einen tiefen Bilderrahmen mit Megadeth CD bestückt Dazu ist eine CD-Halterung aus einer Hülle aufgeklebt, damit die CD noch nutzbar bleibt.

Ich weiß nicht, was die Kinder des Beschenkten irgendwann als Musikgeschmack entwickeln - jetzt hat er eine "Brand-Notfall" Lösung für HipHop oder was auch immer da kommen mag....






Freitag, 15. April 2022

Stiftedose für die "Frau im Handwerk"

 

Erstellungsdatum: Dezember 2021


Auch im Dezember 2021 habe ich im grünen Forum am Weihnachtswichteln teilgenommen.

Jeder, der mitmachen möchte, gibt 3 Wünsche ab. Aus der Liste der Wünsche suchen dann alle Werkel-Willigen einen Wunsch aus, den sie erfüllen möchten. Damit werden dann die nicht erfüllten Wünsche des Wünschenden zurückgezogen. So bekommt jeder nur ein Geschenk. Wichtig dabei ist: Man darf auch Wünschen, ohne selbst zu basteln!

Wenn man ein Geschenk abgeschickt hat, kann man auch wieder in der Liste suchen und nochmal einen Wunsch erfüllen... Das geht so lange, bis die Liste abgearbeitet ist und jeder Wünschende einen Wunsch erfüllt bekommt oder aber bis die Versand-Deadline vor Weihnachten erreicht ist.

Gewünscht war hier eine Stiftebox für eine Frau in einem Handwerksbetrieb (explizit männlich dominierter Bereich), wo sie sich ganz gezielt Bling-Bling und so einen Kram gewünscht hat.

Ich habe eine alte Tee-Dose erst außen schwarz gestaltet und dann für jede Seite ein Motiv hergestellt.

 

Die Motive sind mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt, die freien Randbereiche habe ich mit Glitzer-Stickern beklebt.

Es gibt drei Motive und auf der vierten Seite habe ich einen Einschub aufgesetzt, in den Kärtchen mit Sprüchen eingeschoben werden können. Unter der Dose ist ein schmaler Hohlraum, dort sind noch mehr Kärtchen in einem kleinen Umschlag versteckt. Einige sind ausgefüllt mit weiteren Sprüchen, andere sind blanko zu freien Beschriftung durch die Beschenkte.

 

Die Motive im einzelnen sind: Ein Flamingo in abstrakter Form, die Ränder sind in metallic-blau gezogen. Die Flächen sind mit Plakatfarbe ausgefüllt.

French-Bulldogge (die Wünschende hat einen solchen Hund) im Stil der Sugar Skull Schminke. Hier ist auch mit Plakatfarbe, metallic-Stift und dünnem Edding gearbeitet worden.

Und wer Bling-Bling als Einhorn wünscht, der bekommt Bling-Bling als Einhorn:

Kontur mit metallic-Stift in Silber, Hotfix für die Applikation der Strass-Steine.

 

Das Schöne bei so einem eher unüblichen Geschenk war hier: Die Wünschende kann man gut im Netz finden und ihre Vorlieben sind kein Geheimnis. Sie mag es etwas verrückt und ich denke, ich habe ihren Geschmack gut getroffen.

Freitag, 1. April 2022

Eine reiselustige Atlasmotte

 

Erstellungsdatum: November 2021


Auch im Dezember 2021 habe ich im grünen Forum am Weihnachtswichteln teilgenommen.

Jeder, der mitmachen möchte, gibt 3 Wünsche ab. Aus der Liste der Wünsche suchen dann alle Werkel-Willigen einen Wunsch aus, den sie erfüllen möchten. Damit werden dann die nicht erfüllten Wünsche des Wünschenden zurückgezogen. So bekommt jeder nur ein Geschenk. Wichtig dabei ist: Man darf auch Wünschen, ohne selbst zu basteln!

Wenn man ein Geschenk abgeschickt hat, kann man auch wieder in der Liste suchen und nochmal einen Wunsch erfüllen... Das geht so lange, bis die Liste abgearbeitet ist und jeder Wünschende einen Wunsch erfüllt bekommt oder aber bis die Versand-Deadline vor Weihnachten erreicht ist.

Beim folgenden Wunsch war eine kleine Stoff-Motte gewünscht, die die Wünschende auf Reisen begleiten kann. Eine reisende Motte? Da hatte ich noch ein paar Stoffreste, die passend waren. Und weil der eine Stoff eine Landkarte aufgedruckt hatte, nannte ich das Projekt: Atlas-Motte

 

Die Stoffreste sind allesamt von meinem Projekt für den Bücherball. Die Motte hat Fühler aus Metall und einen Rüssel aus Perlen.

 

An der Unterseite der Motte habe ich einen Karabiner angebracht, so kann die Motte an einer Tasche außen angebracht werden und sieht die Welt...

 

Da ich fürs Wichteln nur eine kleine Motte nicht ausreichend als Geschenk fand, habe ich der Wünschenden noch eine Geschichte zur Motte dazu geschrieben. In der Geschichte ist die Motte bibliophil.


 

Die Handinnefläche-große Motte bereist jetzt mit ihrer neuen Freundin die Gefilde und lernt viel dazu. Ich wünsche viel Spaß auf allen Reisen!


Freitag, 8. Januar 2021

Traumfänger "Phasen des Mondes"

Erstellungsdatum: 1. Dezemberwoche 2020


Im grünen Forum findet jedes Jahr ein Weihnachtswichteln statt. 2020 hatte ich viel Elan und habe daran teilgenommen. Für mich ist das Schönste am Wichteln nicht, dass ich etwas bekomme, sondern dass ich jemandem etwas schenken kann. Und wie sollte es auch sein: Beim Wichteln im grünen Forum geht es ums selber machen!Ich habe mir aus der Wunschliste einen Wunsch ausgesucht, der da lautete:

Wanddeko im paganen Stil.

 

Der Wunsch war noch weiter ausformuliert, ließ aber sehr viele Freiheiten bei der Ausgestaltung. Unter anderem war als Idee Traumfänger und Makramee genannt. Und die Farbe schwarz gehört zu den Farbvorstellungen der Wünschenden.

 

Ich habe dann etwas ausprobiert, was ich seit Jahren machen wollte und wozu ich 7 Jahre zuvor schon Metallringe gekauft hatte. Ich habe Traumfänger gebastelt. Aber ein einfacher Traumfänger ist nicht genug. Ich hatte die Idee, die Mondphasen (zunehmender Mond, Vollmond, abnehmender Mond) zu verarbeiten und landete dann recht schnell bei 3 Traumfängern, die miteinander kombiniert werden.

 

Ich selbst bin kein Freund von großem Gebamsel und weiß auch nicht, wie viel Platz unter der Deko bis zu eventuellen Haustieren ist, so dass ich auf Fadenfluten an den unteren Rändern der Traumfänger verzichtet habe. So ist die Deko zwar schlicht aber ich persönlich finde sie sogar so gut, dass ich sie selbst auch so nutzen würde (wenn ich je ein eigenes Hexenhaus zur Verfügung hätte).

Freitag, 11. September 2020

Der Frack für den extravaganten Lebemann - Lord Nathanial Bryson (KrimiDinner)

Erstellungsdatum: Juli - August 2020

Vergangene Woche habe ich das Kostüm von Julia Somerset vorgestellt.
Heute geht es um das Kostüm des Wurzelprinzgemahl

Er hatte den Gastgeber, frischen Witwer und skandalösen Lebemann als Rolle zugelost bekommen.


Der Herr meinte, die Fracks und Gehröcke, die er bereits habe, seien nicht extravagant genug. Ich darf was neues nähen? Super. Also stimmte ich ihm zu.
Doch nicht nur die Farbwahl sollte Extravaganz ausstrahlen, auch der Schnitt sollte es. Und so hat er sich für das Schnittmuster Simplicity 1039 entschieden. Ich habe das Oberteil etwas abgewandelt nach den Vorstellungen des WPG.


Der Hauptstoff ist dunkelblaues Velours-Leder. Futter und Kragenaufschlag sind aus rotem Stoff, der vollständig mit Vlieseline versehen werden musste, damit er nicht in alle Richtungen sich weg-stretchte (in der Online-beschreibung hieß es "nicht stretchig"... Gut, dass ich immer genug Vliesline im Haus habe). Und als Hingucker kam noch der Kragen und die Manschetten aus petrolfarbenem Stoff dazu.

(Vielen lieben Dank an das Krimi Total Team, das mir die Erlaubnis gegeben hat, dieses Bild darzustellen.
Es ist die Rollen-Karte, die man einige Zeit vor dem Dinner mit Grundinformationen zum Charakter bekommt.)



Auf die Weste hat der Herr verzichtet. Bei einem Spiel im Sommer ist die Gefahr zu warm angezogen zu sein sehr groß. Und als Extravaganz kann man ja auch die Entscheidung gegen Weste auslegen.


Gemeinsam mit den goldenen Knöpfen macht das Ganze schon etwas comichaftes her. Ich musste beim Nähen immer wieder an "Graf Duckula" denken. Auf dem Dinner hatte ich dann die Darstellung des "Penguin" aus der Serie Gotham im Kopf.


Das Hutband habe ich ebenfalls passend zum Gewand genäht.


Und wenige Stunden vor dem Dinner fiel dem Herrn ein, dass eine Ziernadel/Brosche am Revers ja doch schick wäre. Also hab ich noch schnell aus einem Metallplättchen und einer DIY-Hutnadel etwas gebastelt. Wie gut, dass der Fundus aka Stash so groß ist und der Schmucksteinkleber bei den warmen Temperaturen so fix getrocknet ist.


Mit den beiden Kostümen habe ich also mein Vorläufiges-Nähzimmer (Provisorium auf unbekannte Zeit) eingeweiht.
Mal sehen, ob wir die Kostüme je nochmal tragen und zu welchem Anlass.

An sich geben wir doch ein nettes Pärchen ab, der "Penguin" und die "Barbie Piggy"...

Die Hose hat der WPG schon länger im Schrank hängen und wurde ihm auch von mir genäht. Bislang haben wir sie noch nie richtig abgelichtet und ich sie deswegen noch nicht richtig vorgestellt. Auf dem letzten Bild sieht man angedeutet, dass die Taschen von der Hose durchaus einen Charme haben durch eine eckige Abdeckung.