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Freitag, 1. September 2017

Tischpolsterung aka die Zuschneide-Unterlage

Erstellungsdatum: 2009


Als ich bei meinen Eltern auszog, da durfte ich mir ein Möbelstück aus dem Haushalt meiner Erzeuger aussuchen und ohne Wenn und Aber mitnehmen. Ich habe mich für den großen Esstisch entschieden.
Was für eine gemeine Tochter, mag sich da manch einer denken. Was machen denn die Eltern und Geschwister ohne Esstisch? Da wir Kinder fast alle zeitgleich ausgezogen sind, verkleinerte sich der Haushalt meiner Eltern von sechs Personen recht schlagartig auf zwei Personen. Damit war der große Tisch nicht mehr unbedingt nötig. Meine Eltern gingen ja sogar noch einen Schritt weiter und befanden das große Haus nicht mehr als nötig und sind selbst nochmal umgezogen. Und im neuen Haus war dann auch nicht mehr der Platz für diesen großen Tisch.


Ich hatte also im Wurzelpalast, gemeinsam mit dem WurzelPrinzGemahl (der damals noch der WurzelGnomen-Freund war) eine schöne große Küche und da kam der Tisch rein. An dem Tisch finden sehr bequem 6 Personen Platz, wenn man ihn etwas von der Wand abrückt und die Stirnseiten auch noch besetzt, dann können dort 8 Leute gut sitzen. Perfekt für den Pen&Paper Rollenspieler-Haushalt.


Für den Tisch bekam ich dann von meinen Eltern auch alle passenden Tischdecken. Und ich bekam ein Tischpolster.
Was ist ein Tischpolster?
Dieses Polster ist eine etwas dickere Tischdecke, die direkt auf den Tisch und damit unter die eigentliche Tischdecke kommt. Damit dämpft man das Aufstellen von Gläsern, Flaschen und ähnlichem. Wenn eine Flüssigkeit auf die Tischdecke läuft, hat man damit nicht gleich die schöne Holzoberfläche des Tisches nass und ggf. gefärbt (Rotwein!).


Das Tischpolster meiner Eltern war nun aber recht ranzig. In einem Haushalt mit vielen Kindern passieren nunmal häufiger Sachen am Tisch, so dass Tischdecken dreckig werden und die Tischpolster auch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Also habe ich mir ein neues Tischpolster genäht. Es ist genau so groß, dass es auf die Tischplatte passt. Damit es auch immer perfekt sitzt, habe ich an den Ecken Gummibänder angenäht, die ich nun um die Tischecken ziehe, wenn das Polster auf den Tisch kommt.


Und wie es nun das Leben so will: Ich habe in all den Jahren, die wir nun in der Wohnung wohnen bislang vielleicht 5 mal Tischdecken auf dem Tisch gehabt. Das Polster nutze ich aber ständig. Warum? Der Tisch ist in seiner Größe einfach perfekt fürs Nähen und Zuschneiden. Das war der Hauptgrund, warum ich ihn dann auch haben wollte.
Wenn ich nun zustecke, dann finde ich es extrem nervig, wenn ich dieses Polster NICHT unterliegen habe. So kann ich nun die Stecknadeln einfach in das Polster rammen (zum Beispiel beim Feststecken der Fadenlaufmarkierung).


Das sind jetzt viele Worte für so ein einfaches Nähstück. Aber ohne dieses Polster würde mein Näh-Alltag nicht so einfach und bequem sein.
Wenn es nicht als Zuschneide-Helfer aktiv ist, steht die Decke zusammengerollt in einer schmalen Ecke neben einem Schrank.

Freitag, 21. April 2017

Update: Upgrade der Zahnrad-Pinnwand

Erstellungsdatum: April 2014


Vor einiger Zeit habe ich meine Zahnrad Pinnwand vorgestellt. Diese hat beim Renovieren des Wohnzimmers ein Upgrade erfahren.
Ich musste die Korkstücke von der Wand holen, weil die Wand neu gestrichen wurde. Die Arbeit war so nervig, dass ich die Zahnräder als nächstes nicht mehr einzeln an die Wand pappen wollte sondern in einem Stück.

Also habe ich mir ein schickes Holzbrett gekauft, welches als Regalboden verkauft wurde und in Kirsch-Optik gehalten ist. Auf dieses Brett habe ich meine Zahnräder mit Heißkleber geklebt und nun kann ich die Pinnwand am Stück anbringen.


Damit meine neue Schreibtischecke auch hell genug für mich ist, brauchte ich neben meiner Schreibtischlampe nun auch noch weitere Lichtquellen. Der Schreibtisch steht nun so, dass ich mit dem Rücken zum Fenster sitze. Das ist nicht die Ausrichtung, die ein Schreibtisch haben sollte. Ich sitze aber nun, als Nicht-Student, auch nur noch selten am Schreibtisch und damit ist es für mich okay.

Freitag, 26. Juni 2015

Pappkartons auf"möbeln"

Erstellungsdatum: Frühjahr 2014


Heute möchte ich etwas völlig unspektakuläres vorstellen, was mir aber selbst ganz gut gefällt, weil es meine Wohnung hübscher macht.

Ich habe ziemlich viele Kartons aus Pappe, in denen ich Kram aufbewahre. Zu diesem Kram zählen Winter-Accessoires (Schals, Handschuhe, Mützen) aber vor allem Accessoires für diverse Ballkleider und auch Bastelmaterial.

An sich liebe ich es ordentlich und Kisten verstecke ich ganz gerne irgendwie so, dass man sie nicht direkt vor Augen hat in der Wohnung. Das lässt sich aber nicht ganz einrichten bei einer kleinen Wohnung und vielen Kisten.

Also habe ich angefangen die Pappkisten mit Klebefolie in Holz-Optik zu bekleben.

Auf der Birke-Garderobe stehen nun Birke-Klebefolie Kisten.



Die Kartons mit meinen Stiefeln unter der Maisonett-Treppe sind in Kirsch-Optik gehalten


Jede neue Kiste, die in die Wohnung einzieht und die ich nicht andersweitig den Blicken entziehen kann oder die nicht ohnehin eine annehmbare Optik hat, wird von nun an mit Holzfolie "aufgemöbelt".

Freitag, 23. Januar 2015

Geschenkpapier-Aufbewahrung - ein kleiner Haushaltshelfer

Erstellungsdatum: Mai 2014


Jahre lang hatte ich neben dem Schreibtisch eine ungenutzte Ecke. Als ich das Wohnzimmer und meine Schreibtischecke jedoch zwecks Platzgewinnung renovierte, verschwand diese Ecke. Um die Ecke war es nicht schlimm, sie war ein Staubloch. Jedoch hatte ich sie immer für das Abstellen von Geschenkpapier-Rollen genutzt. Nun brauchte ich eine neue Aufbewahrung.
Erst habe ich gesucht, ob es nicht etwas passendes zu kaufen gibt, das irgendwo platzsparend in unsere Wohnung passt. Aber so etwas gibt es nicht.

Dann gingen meine Gedanken dahin, dass ich selber etwas basteln muss. Aber was und wohin mit dem Papier?

Wenige Wochen nach Beginn der Grübelei fiel mir eine Ecke auf, die Potential hatte: Zwischen einer Regal-Rückwand und einer Tür war Platz. Und da war dann auch die Idee geboren, die ich umgesetzt habe.

Aus einem Duschvorhang und Gurtband nähte ich eine Art große Tasche, die ich mit Fächern versah (einfache gerade Nähte). Mit den Gurtbändern verlieh ich dem wabbeligen Stoff etwas Stand und eine Aufhängung.


Und nicht nur Geschenkpapier sondern auch mein 1-Meter-Näh-Lineal ist darin aufbewahrt.


Die Tür kann man noch fast komplett öffnen und schon ist die Aufbewahrung hinter der Tür versteckt.

Den oberen Abschluss der Tasche habe ich mit einem Holzstab versehen, so dass die Tasche nicht in der Mitte zusammenfällt sondern auch wirklich auf voller Breite hängen bleibt. Der Stab ist in einer Lage Gurtband versteckt. Inzwischen (nach wenigen Wochen) ist der Stab ganz schön durchgebogen aber den Stand behält die Tasche dennoch.

Nun staubt das Geschenkpapier nicht mehr ein und ist platzsparend hinter einer Tür (die ohnehin immer offen steht) und hinter einem Regal untergebracht.

Und der Vorteil der ganzen Konstruktion: Wenn die Tasche einmal zugestaubt ist, hol ich Papier und Holzstab einfach raus und pack sie in die Waschmaschine.

Freitag, 12. September 2014

Patchwork gegen kalte Füße

Erstellungsdatum: 2012


Mein nicht-digitaler Wurzelpalast ist eine Maisonette-Wohnung. Unser Schlafzimmer liegt oben und wir haben ein wunderschönes Dachfenster in der Schräge. Leider ist dieses Dachfenster nicht ganz dicht. Regen kommt keiner rein aber wenn es windig ist oder draußen kälter als drinnen, dann zieht es ganz schön fies.
Unter diesem Fenster und in der Zug-Zone ist das Fußende der wurzelgnomischen Bettstatt. Die armen Füße bekommen also ziemlich kalt. Also dachte sich der Inhaber zweier dieser Füße, dass eine Decke über dem Bettende ganz schön praktisch wär. Leider sind jedoch die handelsüblichen Decken nicht breit genug, als dass man sie zum einen halb unter die Matratze am Ende, als auch teilweise an den Seiten unterschlagen könnte. Dies ist aber für eine Gefrierfuß-freie Nacht im Winter nötig.

Aber wozu kann man denn nähen?
Und wenn ich schon die Maschinen bemühe, dann will ich auch was "nettes" nähen.

Und so entstand aus vier gekauften Fleece-Decken eine Patchwork-Decke.
Die Maße der Decke sind: 1,40m x 2,80m


Und noch ein zweites Bild, da es beim Fotos machen windig war und ich versuchte eine möglichst windstille Pause abzupassen für die Fotos.



Die Rückseite der Decke ist nicht aufgehübscht, da ich irgendwann einmal eine andere, bessere Decke nähen will. So lange reicht diese Decke aber erstmal und die hässliche Rückseite (sowie die kaputt gehenden Nähte) mahnen mich regelmäßig, eine tollere Decke als Nachfolger zu nähen.

Freitag, 5. September 2014

Der Sofakissen neue Kleider

Erstellungsdatum: Frühjahr 2009


In den ersten gemeinsamen Wurzelpalast der nicht-digitalen Form brachte ich eine Schlafcouch mit. Die Couch war okay aber die zugehörigen Kissen sahen fürchterlich aus. Der Stoff, in den die Füllung eingenäht war, war nicht schön und Kissen ohne Hülle sind schlecht sauber zu halten.

Deswegen nähte ich Kissenbezüge für die Sofakissen. Das war kein großer Akt und auch nicht kompliziert aber die farbig passenden Kissen sind eine Sache, die unseren Palast einige Jahre lang besser aussehen ließen.



Bald hat die alte Couch ausgedient und darf einem neuen Modell weichen. Auch für das neue Modell werde ich wohl Kissenbezüge nähen aber diesmal werde ich mir mehr Zeit dafür nehmen und meiner Patchwork-Sucht nachgeben.

Freitag, 4. Juli 2014

Regenbogen-Wandschmuck ODER: Mein erster Hexagon-Quilt

Erstellungsdatum: Frühling 2014


Im grünen Forum hatten Anfang des Jahres einige Leute angefangen gemeinschaftlich zu patchworken, um sich gegenseitig die Motivation zu erhalten. Ich habe mich dazu gesellt, letztlich dann aber doch eher für mich gewerkelt.

Über der Couch war nach der Renovierung des Wohnzimmers eine kahle Wand. Diese Stelle wollte ich nun mit Schmuck versehen.

Genäht habe ich von April bis Juni in Handarbeit. Im März erstellte ich ein Konzept, wie das Patchwork-Stück aussehen könnte. Ich wollte Regenbogenfarben haben. Ob nun sechs Farben oder acht Farben, da war ich mir noch nicht sicher. Folgende sechs Varianten hatte ich dann am PC entworfen:

Variante 1:

Variante 2:

Variante 3:

Variante 4:

Variante 5:

Variante 6:


Der Wurzelprinzgemahl (WPG) hat dann die Variante 5 ausgewählt. Erst wollte ich das Ganze in gemusterten Patchwork-Stoffen nähen aber dem WPG gefiel die unifarbene Variante so gut, dass er sie auch so umgesetzt sehen wollte. Ich bin inzwischen auch überzeugt von der uni-Variante.

Die Hexagone haben eine Kantenlänge von 1 Inch. Diese komische Zahl entstammt meiner Faulheit. Ich wollte keine Papier-Schablonen zuschneiden und habe kurzerhand welche gekauft. Auf dem deutschen Markt gibt es solche Schablonen nicht und damit hielt ich auf dem englischsprachigen Markt Ausschau. Dort wurde ich schnell im Internet fündig aber musste mich nach den entsprechenden Maßen richten, daher Inch.

Das gepatchte Stück ist ca. 1,1 m x 0,3 m groß und hängt nun in einem formschönen Bilderrahmen (1,3 m x 0,5 m) mit Acrylglas über der Couch.




Ohne Rahmen und noch mit Papierschablonen (die ich temporär festgenäht hatte) sah das Ganze wie folgt aus:


Ich habe nicht gequiltet. Das wollte ich nicht. Dafür habe ich das fertige Patchwork mit Volumenflies hinterbügelt und die Außenkanten danach erst umgeschlagen und festgenäht.

Richtig schick wird das Ganze dann im Herbst, wenn wir eine neue Couch kaufen, die in dunkelgrau gehalten sein wird. Dann passt der bunte Wandbehand noch besser als aktuell bei der blauen Couch.

Freitag, 27. Juni 2014

Magnete für die Küchen-Magnetwand... Pseudonym: Kühlschrank

Erstellungsdatum: Sommer 2014


Im Forum von Natron und Soda hatte ich schon häufiger Basteleien mit Cabochons gesehen. Da ich aber kein Händchen für das Basteln von Schmuck habe, suchte ich nach einer anderen Möglichkeit, um den Kauf von Cabochons gegenüber dem Wurzel-Prinzgemahl zu rechtfertigen.

Als wir zusammen in den aktuellen Wurzelpalast eingezogen sind, wollte ich den Kühlschrank bloß nicht zur "Pinnwand" werden lassen. Nach wenigen Wochen aber waren dann doch Magnete am Schrank und seit dem wird der Kühlschrank wie in jeder Küche genutzt: Als Magnetboard

Die Magnete waren zwar bunt aber wenn man Bilder drauf klebt und dann oben auf einen Cabochon setzt sind sie noch bunter. Und toller.

Rechtfertigungsgrund war also da und schon waren die Glassteine bestellt.
Da ich mich nicht auf ein paar Motive festlegen konnte, hab ich zudem noch mehr Magnete geholt und eine ganze Fuhre von Magnet-Bilder-Cabochons gebastelt.
Da der verwendete Kleber bescheiden war, hab ich die Sachen noch einmal anfertigen müssen - unter Wiederverwendung von Magneten und Cabochons.

Herausgekommen sind ziemlich viele verschönerte Magnete.
Die Beschreibung der Motive bezeichnet zum jeweiligen Bild die zu sehenden Objekte von rechts nach links und von oben nach unten.

1. Dalek (§-Zeichen aus der Dalek Font; aus der SciFi Serie Doctor Who)
2. DRDs (Diagnostic Repair Drones aus der SciFi Serie Farscape)
3. TARDIS (aus der SciFi Serie Doctor Who)
4. CD-Cover von Critical Mass der Band Threshold
5. Steampunk Biohazard-Zeichen
6. IASA Logo (International Aeronautics and Space Administration aus der SciFi Serie Farscape)
7. "Altes" Torchwood-Logo (aus der SciFi Serie Doctor Who)
8. Greenwar-Logo

1. Torchwood-Logo (aus der Serie Torchwood)
2. Weeping Angel (aus der SciFi Serie Doctor Who)
3. Cthulhu
4. Roter Skorpion (Zeichen einer UO-Arkanium-Gilde)
5. Aves-Stern (Windrose) meines Larp-Charakters
6. Shadowrun-Logo
7. James Bond Intro Bild
8. Puzzel-Rätsel Grundriss
9. Firefly Logo (aus der SciFi Serie Firefly)

1. der blaue Elefant aus der Sendung mit der Maus
2. Wappenzeichen derer "von Distelstein" (von mir entworfenes Wappen zu einem DSA-Charakter von mir)
3. Logo von Downton Abbey (Serie)
4. Cybermenkopf (aus der SciFi Serie Doctor Who)
5. Wappen der Familie Harmsworth (von mir entworfen für einen Cthulhu-Charakter von mir)
6. Logo von Blake's 7 (SciFi Serie)
7. Logo von Star One (Metal-Projekt von Arjen A. Lucassen)
8. Silhouette von Sherlock Holmes

1. Raumkreuzer Orion (aus der SciFi Serie Raumpatroulie Orion)
2. Don't-Panic Zeichen (nach dem Hitchhikers Guide von D. Adams)
3. VEGA Schriftzug (Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik aus der SciFi Buch und Hörspielserie Mark Brandis)
4. Das Zeichen des Namenlosen ("Gott" in DSA)
5. Zwölfgötterkreis aus DSA
6. Zeichen des Halbgottes Nandus (Gott in DSA)
7. Symbol von der Taschenuhr von "John Smith" (aus der SciFi Serie Doctor Who)
8. Cthulhu Kult-Symbol

1. Logo der Serie The Saint
2. K-9 (aus der SciFi Serie Doctor Who)
3. Maus aus der Sendung mit der Maus
4. Zeichen der stilisierten Dämonenkrone (aus DSA)
5. schon wieder der Weeping Angel (aus der SciFi Serie Doctor Who)
6. Ayreon-Logo (Metal-Projekt von Arjen A. Lucassen)
7. Pik Sieben (Visitenkarten-Zeichen eines meiner Shadowrun-Charaktere)


Klemm-Magnete
1. Akademie-Zeichen der Akademie der arkanen Kunst zu Zetach (Magierakademie im Larp-Land Aremia)
2. Union Jack
3. Steampunk-Uhr


Und zuletzt der Dackel.
Meinen Eltern (Dackelbesitzer) habe ich ebensolche Magnete geschenkt und da wir immer Witze machen über die Länge von Dackeln, musste der Magnet auch Längen-ausdehnbar sein. Man kann also beliebig viele Mittelstücke einsetzen.



Und so sieht der Kühlschrank mit einer der genutzten Seiten aus, wenn die Magnete dran hängen (und nicht zu viel Papier daran gepappt ist).


Freitag, 31. Januar 2014

Die Zahnrad-Pinnwand

Erstellungsdatum: März 2012


Mir fällt gerade auf, dass ich sehr viele Sachen in der Klausurphase im Wintersemester 2011/12 gebastelt und genäht habe. Zumindest lassen meine bisherigen Blog-Einträge das vermuten. In der Zeit war ich unheimlich kreativ und mit Ideen aus dem grünen Nähforum infiziert. Ich hatte mich in der Zeit dort im Forum angemeldet und das Forum ist ganz großartig und toll - aber schlimm für Leute, die sich leicht mit Ideen anstecken lassen und die keine Zeit haben.

Heute möchte ich eine selbst gebastelte Pinnwand vorstellen, nämlich diese hier:

Im Spätsommer 2011 bin ich endgültig dem Steampunk-Genre verfallen (ich hab ein paar Jahre damit geliebäugelt) und hatte seit dem vor, etwas entsprechendes in meine Wohnung zu basteln. Da ich aber keine Sachen (für mich) mache, die nicht auch genutzt werden, habe ich auf die richtige Idee gewartet. Die kam mir dann am Ende der genannten Klausurphase. Ich hatte weder Magnetboard noch Pinnwand und statt dessen eine kahle Wand an meinem Schreibtisch.

Da ich aber ein Fan bin, Sachen im Sichtbereich aufzubewahren, damit ich daran denke und in der Klausur-Lern-Zeit meine Schreibtisch-Unterlage immer unter den Klausurausdrucken und Schmierzetteln verborgen war, kam mir die Idee, dass eine Pinnwand doch ganz nützlich sei.

Pinnwand: ja - aber bitte keine hässliche, rechteckige Pinnwand, die jedes Kind im Zimmer hängen hat. Was also tun? Eine rechteckige Pinnwand kaufen und mit Farbe ein Motiv drauf malen?
Oder... und da kam der Gedanke Steampunk ins Spiel.
Zahnräder sollten es werden. Zahnräder aus Kork.

Nach der letzten Klausur bin ich in die Stadt gefahren und hab Material geholt. Das war recht einfach, denn mein Ausgangsmaterial sollte rund sein und es gibt ja so schicke Topfuntersetzer aus Kork. Neben einem ganzen Stapel Topfuntersetzern habe ich dann auch Glasuntersetzer aus Kork mitgenommen.
Im Bastelladen habe ich mir messingfarbenen Lack, Pinnwandnägel und  Reissnägel geholt. Im Baumarkt hab ich hübsche Nägel, außengezahnte Fächerscheiben und Powerstrips gekauft.

Meine Beute wurde zu Hause in wenigen Tagen verbastelt.
Die Korkuntersetzer wurden zugeschnitten:

Mit den Nägeln aus dem Baumarkt habe ich die Mittelpunkte der Scheiben markiert. Hinterher an der Wand sollte es so aussehen, als würden sich die Scheiben wirklich drehen lassen. Es sollte aber nur so aussehen, da ich es unpraktisch finde, wenn sich eine Notizwand anfängt zu drehen, je nachdem wo ich was hin-pinne.
Mit den fertigen Zahnrädern aus Kork hab ich dann herum gespielt in der Anordnung, bis sie mir gefiel:

Und dann hab ich die Korkplatten mit den Klebestrips an die Wand gehängt.

Man sieht, ich habe einige Zahnräder noch mit Struktur aus bemaltem Kork versehen. Diese Platten hängen oben, da die oberen Zahnräder bei der späteren Nutzung eher sichtbar sind als die unteren.

Zudem habe ich die Reissnägel und die Pinnwandnägel teilweise mit den gezahnten Fächerscheiben beklebt und das Ganze dann lackiert. Auf der Pinnwand wollte ich keine bunten Plastik-Nägel haben, das hätte die optische Aufmachung zerstört.

Fazit: Die Pinnwand hat sich bewährt. Ich nutze sie und finde es unheimlich praktisch wichtige Dinge direkt im Blickfeld zu haben, wenn ich am PC sitze.
Der Beweis:

Auf dem Bild sieht man die Pinnwandnutzung zur Zeit meiner Diplomarbeit. Wichtige Termine, ToDo-Listen und Motivationszettel hängen direkt um, den Bildschirm. Weiter hinten in der Ecke befinden sich die sonstigen Sachen, die an einer Pinnwand so hängen: noch nicht genutzte Gutscheine, Ideen für die Kreativphase nach der Abschlussarbeit und diverse andere Sachen.

An sich sieht man die Pinnwand nicht mehr so richtig aber das, was man sieht, ist eindeutig eine Zahnradkonstruktion.

Letztlich ist die Pinnwand auch nur für mich, denn sie hängt in meiner Arbeitsecke und in diese Ecke komme eigentlich nur ich und der "Wurzel-Prinzgemahl".