Dienstag, 22. Mai 2018

Eine Box für Briefumschläge

Erstellungsdatum: Ende April 2018


Es ging auf eine Geburtstagsfeier in der Familie zu und der WPG und ich wurden gebeten, ein wenig bei der Feier zu helfen. Natürlich sagten wir zu.
Die geladenen Gäste hatten in der Einladung erfahren, dass der Feiernde sich Geld für einen speziellen Zweck wünschte. Man konnte also davon ausgehen, dass viele mit Umschlägen zur Feier kommen würden. Damit nicht hinterher ein Umschlag verloren ging oder gar im Restaurant liegen bliebe, bot ich mich an eine Box/Kiste für die Umschläge zu basteln.

Ich wusste, dass das Essen, Getränke und Deko unter dem Thema "mediterran" zusammengefasst waren. Also bot sich an, diese Box auch "mediterran" zu gestalten.


Eine erste Idee war schnell wieder verworfen, die letztlich umgesetzte Idee hatte sich in meinen Kopf eingeschlichen:
Ein Bilderrahmen in weiß mit einem schönen Bild, das das Thema des Abends unterstützte. Hinter das Bild sollte eine Papp-Kiste kommen, die einen Schlitz haben sollte (Umschläge einwerfen) und öffen- und schließbar sein sollte. Die Box hatte damit auch den Zweck, dass sie das Bild bzw. den Bilderrahmen stützten sollte und das Ganze als ein Gesamtobjekt aufzustellen wäre.


Bilderrahmen und Papp-Karton waren besorgt, ein Bild mit der Assoziation mediterran war auch schnell gefunden - der WPG und ich haben ein schönes selbstgeschossenes Foto von einem Urlaub auf Mallorca genommen. Der WPG hat es farblich noch etwas bearbeitet, bevor wir es als Abzug bestellt haben.


An einem Samstag-Vormittag kurz vor der Feier habe ich dann den Bilderrahmen mit dem Bild bestückt und gebastelt.
Den Deckel der Kiste habe ich an einer Seite an die Kiste geklebt - Heißkleber ist etwas wunderbares, man muss keine Zeit zum trocknen-lassen einplanen. Damit die Kiste weiterhin aufzumachen ist, habe ich den Deckel an den angesetzten Ecken der festgeklebten Seite aufgeschnitten.
In die Kiste selber wurde der Briefschlitz eingeschnitten - so breit und lang, dass auch größere Briefumschläge hinein passten.
Dann habe ich in meinem Bastelvorrat gekramt und Schließen gefunden, die zum aufnieten sind. Mit etwas Hantier und der Nutzung von Weinflaschenöffner, Skalpell und zwei Hämmern (in jeder Hand einen Hammer - das muss man erstmal schaffen) habe ich dann geschafft die Schließen zu montieren.


Zu guter Letzt kam dann die Box an die Rückseite des Bilderrahmens.


Die Box hat auf der Feier gute Dienste geleistet und wird wohl auch so weitere Verwendung finden.


Inzwischen hat der Feiernde auch seinen eigentlichen Wunsch erfüllt und ich freue mich, ein wenig dazu beigetragen zu haben.


Und nun - wer sich wundert, dass es in den letzten Wochen so still hier geworden ist... Ja, ich könnte aktiver sein. Aber die aktuelle gesetzliche Entwicklung hat mich ein wenig davon abgehalten aktuelle Posts zu schreiben (einen Blog zu schreiben und zu unterhalten kostet doch enormen Aufwand!). Und dazu kommen noch zwei ganz unpolitische/juristische Gründe:
  1. Ich nähe lieber als zu bloggen - positive Nachricht: Ich produziere Nachschub für den Augenschmaus auf dem Blog hier; negative Nachricht: Ich vernachlässige meine Leserschaft...
  2. Ich habe aktuell keine schönen Bilder mehr zu aktuelleren Projekten als zu den bereits hier vorgestellten - ich gelobe Besserung. Ich hoffe im Sommer einige Fotosessions einlegen zu können und euch dann herrliche Bilder präsentieren zu können. Auf einen eigenen Blogpost warten zum Beispiel:
    • Ein rot-schwarzes Herren-Tanzgewand für meine "Dame als Herr auf dem Tanzball" inklusive diverser Accessoires.
    • Ein blau-weißes Herren-Tanzgewand für meine "Dame als Herr auf dem Maskenball" inklusive diverser Accessoires.
    • Ein grün-fliederfarbenes Herren-Tanzgewand für meine "Dame als Herr auf dem Frühlingsball" inklusive diverser Accessoires.
    • Einige Näh-Stücke für den WPG aus den letzten Jahren.
    • Diverse Ballkleider aus meiner Damen-Ball-Tanz-Ära.
    • Schriftstücke in Form von DSA-Abenteuern und Shadow-Runs (hier geht es nicht um Bilder sondern um eine schöne Form des Uploads der Textdokumente; ich weiß seit Jahren nicht, wo ich da einen guten Kompromiss finde zwischen Lesbarkeit und Präsentation in einer Form, wo nicht direkt jeder mit einfachem Copy'n'Paste meine Sachen klauen kann).
    • Schriftstücke in Form von Kurz-Geschichten und längeren Geschichten aus früheren Schaffensphasen meiner-einer (Problem: siehe oben).
    • Audio-Darbietungen meiner Sanges-Kunst - auch hier suche ich seit längerem nach einem entsprechendem Medium (außerhalb von You-Tube - das ist mir dann doch zu Öffentlich).
    • Diverser Geschenk-Nähobjekte, die ich vor dem Verschenken nicht fotografiert habe.
    • Ein Bourlesque-Kostüm für mich für ein Krimi-Dinner (aktuell sogar noch ganz frisch unter der Nähmaschine).
    • ...
Man sieht, ich habe noch einiges in petto UND der Blog ist nicht am Ende seiner Möglichkeiten! Ich bitte euch also, etwas Geduld mit mir zu haben ;)

Zudem blogge ich ja nur "nebenher" und habe eine gut funktionierende Ehe und einen wundervollen Vollzeit-Job auszufüllen, die in genau dieser Reihenfolge einfach zeitlich vor dem Blog anzusiedeln sind.

Freitag, 6. April 2018

Ein neuer Larp-Charakter und ein Wappen für das Adelsspiel

Erstellungsdatum: 31.03. - 01.04.2018

Ich spiele seit November einen neuen Larp-Charakter. Entworfen habe ich die Dame vor allem für Tanzbälle.
Nun etwas Vorgeschichte, warum ich einen neuen Charakter für Tanzbälle ins Leben gerufen habe:

Noch eines vorweg, damit es nicht zu Irritationen kommt. Wenn ich von Mann und Frau rede, dann meine ich das Geschlecht, in dem man geboren wurde (und da dies kein politischer Blog ist, lasse ich mal alles andere außen vor). Wenn ich von Herr und Dame rede, dann meine ich damit die Tanzposition, die man einnimmt. Es können also zwei Frauen miteinander tanzen, wobei die eine Frau die Dame ist und die andere Frau der Herr.

Mit gut 13 Jahren Tanzerfahrung habe ich schon einige Tanzbälle besucht und habe bislang immer als Dame getanzt.
Im Jahr 2016 auf einem Tanzball gab es dermaßen heftigen Damen-Überschuss, dass ich trotz Damen-Tanzkarte nicht zum tanzen gekommen bin. Ich habe von den gut 25 Tänzen, die ich getanzt habe auf diesem Ball dann rund 20 als Herr getanzt.
Wenn man einen Tanz in dem Genre beherrscht, dann kann man ihn sowohl auf Damen- als auch auf Herrenposition tanzen. Dies zur Erklärung für die, die sich jetzt über den spontanen Seitenwechsel wundern.
Was 2016 auf dem Ball extrem doof war: Ich hatte ein Kleid an. Und wenn ich in Herrenposition tanze und dabei die Dame dann auch führen muss, dann kann ich nicht noch auf Stolperfallen durch mein eigenes Kleid Rücksicht nehmen.


Also habe ich mich für den Herbst 2017 Jahr direkt als Herr auf einen Tanzball angemeldet - und dafür ein passendes Gewand genäht. Als Herr war es in Herrengewandung so viel einfacher zu tanzen und die Damen zu führen. Und es hat unheimlich viel Spaß gemacht.

Nun bin ich aber kein großer Freund davon, selber einen Mann zu spielen. Dafür bin ich einfach zu gerne Frau. Also habe ich mir einen passenden Larp-Charakter gebastelt: Eine Frau, die als Herr auf Tanzbälle geht. Und damit ich auch auf Hofhaltungs-Cons künftig einen passenden Charakter habe, habe ich ihr einen adeligen Hintergrund gegeben.


Mein neues Ich trägt den Namen Laetitia Moravia Yasina von Firnwasser aus dem Hause Creagala

Warum tanzt Frau als Herr auf einem Tanzball? Hier etwas Hintergrundgeschichte zur Figur:
Laetitia wurde als siebtes Kind und als siebtes Mädchen in eine Baronsfamilie geboren. Der Baron bestand darauf, dass seine Töchter allesamt zu Damen wurden und hatte natürlich auch Musiker engagiert, um den Mädchen das Tanzen beizubringen. Als Laetitia groß genug war, dass sie auch ernsthaft am Tanzunterricht beteiligt wurde, da standen bei ihren älteren Schwestern die Hochzeiten an. Die älteren Schwestern tanzten also in Damen-Position und die jüngeren Schwestern mussten als Herrenersatz herhalten.
So ging es Jahr um Jahr und da Laetitia die jüngste der Kinder war, tanzte sie bis zuletzt immer als Herr für die nächste Schwester, deren Hochzeit anstand.
Einzig und alleine die Folia (ein Paartanz) ließ der Vater die Mädchen nie als Herr tanzen. Hier nahm er sich das Recht als Lehrer heraus.
Laetitia selbst hat nie geheiratet. Sie hatte zwar einen Verlobten aber zur arrangierten Hochzeit ist es nie gekommen. Sie hat sich mit einem Handel aus der Verlobung gelöst und damit dem Verlobten eine Liebeshochzeit ermöglicht. Sie zog daraufhin in eine der größeren Städte des Königreichs und machte sich als Händlerin für Luxuswaren selbstständig.
Als Händlerin und Edle (wenn auch ohne Titel) ist sie zwar 'Dame' (hier jetzt als Frau edler Abstammung gemeint) aber kleidet sich fast nie in Kleider oder Röcke. Sie zieht es vor Hosen zu tragen! Laetitia tanzt für ihr Leben gerne aber wenn sie tanzt, dann wie gewohnt auf Herrenposition. Einzig die Folia (ein Paartanz) hat sie nie wirklich als Herr tanzen gelernt.

Warum jetzt ausgerechnet die Folia als Dame?
Ich liebe die Musik und den Tanz! Und ich WILL diesen einen Tanz dann auch als Dame tanzen! Das hat beim Tanzball im November 2017 wunderbar geklappt und das wird es bestimmt auch auf den nächsten Tanzbällen, die Laetitia besuchen wird!
Ganz nebenbei hatte ich auf dem Ball im November 2017 einen wunderbaren Tanzpartner, der sich meiner erbarmte und mir den Walzer auf dem Parkett beigebracht hat. Er hat super geführt und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Walzer getanzt - und es war gleich ein Wiener Walzer. Ich glaube sogar, dass bei einem so schnellen Walzer ein Rock/Kleid hinderlich gewesen wäre - zumindest so, wie wir durch und um die anderen Paare auf dem Parkett gewirbelt sind.
Bei einigen Paartänzen nehme ich mir dann heraus, dass auch ich ein oder zwei Tänze auf einem Ball dann doch als Dame tanzen möchte.


Laetitia ist also adelig.
Was braucht man dafür? Richtig, ein Wappen.
Das Konzept für das Wappen ist schon in Vorbereitung auf den ersten Tanzball mit Laetitia entstanden. Ich wollte ein Farbkonzept für meine erste Herren-Tanzgewandung haben.


Das Wappen ist zweigeteilt und repräsentiert die Namensbestandteile "von Firnwasser" (links) und "aus dem Hause Creagala" (rechts).
Das Abstammungshaus stand für mich als erstes fest. Creagala ist eine sprachlich nicht korrekte Zusammenfassung von zwei Wörtern aus dem schottischen Gälisch:
Creag - Fels
Fala - Blut
Zusammengefasst soll es in etwa die Bedeutung Blut-Fels/Blut-Stein haben. Hintergrund dieses Namens in meiner kleinen Geschichte ist, dass die Familie einen starken militärischen Hintergrund hatte und in vielen Schlachten siegreich war. Für diesen Wappenteil habe ich mir die Farben rot und schwarz genommen.

Ich wollte im Namen meines Charakters nun aber nicht nur militärisches und Blut hinterlegen sondern auch etwas "helleres". So habe ich mir überlegt, dass der Familienzweig, aus dem Laetitia stammt, den Hauptsitz (Burg) an einem kalten Flüsschen hat, der den Namen Firnwasser trägt. Hier drängten sich natürlich die Farben weiß und blau auf.

Aus ersten Skizzen entstand dann das gezeigte Wappen.
Natürlich ist so ein detailliertes Wappen nicht immer einfach unterzubringen, vor Allem, wenn man nur auf kleiner Fläche Platz hat. Also habe ich noch eine vereinfachte Variante erstellt:



Ich werde demnächst auch ein Wappentuch besticken oder gar ein Wappen nähen. Das Wappen wird also nicht ungenutzt bleiben.

Meine erste Herren-Tanzgewandung (für einen Ball im November 2017) habe ich in einem schwarz-grau-gemusterten Stoff mit roten Highlights genäht.
Mein zweites Herren-Tanzgewand (für einen Ball im März 2018) habe ich in den Farben blau-weiß genäht. Das war allerdings eher Zufall, denn ich hatte die Stoffe in weiß und blau noch im Stash. Aber der Zufall spielt hier dem Wappen gut in die Hände.
Sobald ich die Zeit und das Wetter dazu habe, werde ich von beiden Kostümen auch Fotos in eigenen Beiträgen nachreichen.


In einer weiteren Hinsicht spielt mir das Ganze noch gut ins Konzept:
Seit einigen Tagen geistert mir die Idee für einen weiteren Gehrock im Kopfe herum. Dieser soll allerdings schwarz werden (nicht grau-schwarz) und blutrote Highlights erhalten. Außerdem würde ich dafür gerne einen militärisch angehauchten Schnitt verwenden. Bei einer militärischen Hintergrundgeschichte der Familie ist das dann auch gut unterzubringen.

Und damit jetzt keiner glaubt, ich hätte "nur" den schwarzen militärischen Gehrock in Überlegung:
- In meinem Stash befindet sich noch ein grüner Stoff mit Paisley-Muster und ein goldener Stoff, die gerne zusammen ein Gewand werden wollen.
- Und ich habe auch gerade ein Sommer-Tanzgewand in Planung (für einen Tanzball im Juni 2018), für den ich mintgrüne Seide mit blass-goldener Stickerei und fliederfarbene Seide für die Highlights bestellt habe.

Freitag, 9. Februar 2018

WANTED! - Steckbrief für einen Kindergeburtstag

Erstellungsdatum: 18.02.2012


Kindergeburtstage können ganz witzig sein.
So auch 2012 der Geburtstag von Zwillingen aus dem Freundeskreis. Es war Karneval und es gab ein Motto: "Schurken und Helden"


Die Kinder waren alle um die 6 Jahre alt und die Eltern hatten eine Schnitzeljagd vorbereitet.

Ich war als Schurke da, als ganz gemeiner, fieser Western-Schurke.
Und da die Schnitzeljagd natürlich geplant war, war auch ein Auftritt von mir als Schurke ganz zum Schluss vor dem Haus der Gastgeber geplant. Damit den Eltern Zeit verschafft wurde, das Abendessen vorzubereiten, sollten der WPG und ich die Kinder noch etwas nach der Schnitzeljagd beschäftigen.
Vor der Schnitzeljagd hatten wir schon die Steckbriefe aufgehängt und diversen Kindern erklärt und vorgelesen, was da stand.

Ich habe mich dann am Haus also vor die ankommenden Kinder gestellt und behauptet, ich hätte das Abendessen geklaut und sie mussten sich über ein Spiel das Anrecht auf Abendessen zurück erspielen. Das hat zu ganz unterschiedlichen Reaktionen geführt: Einige Kinder waren ganz erpicht auf das Spiel, andere waren den Tränen nahe weil sie was zu Essen haben wollten (eine Stunde zuvor erst war die Kuchentafel aufgehoben worden! Hunger konnten sie nicht haben!) und wieder andere waren empört, dass die liebe Cowboy-Frau doch nicht so lieb sei.

Die Idee mit den Steckbriefen kam uns etwa eine Halbe Stunde, bevor der WPG und ich zum Geburtstag aufbrechen mussten. Wir saßen in unseren Kostümen in der Küche. Also hat der WPG fix die Kamera geholt, ich hab mir ne Schoko-Zigarette genommen und dann wurde das Verbrecherfoto gemacht. Also es war ein normales Foto, das dann durch Bearbeitung auf Schwarz-weiß Bild umgemünzt wurde. Mit einer hübschen Western-Schrift wurde der Steckbrief vervollständigt und dann haben wir das DIN A4 Blatt gut 20 mal ausgedruckt, um damit das Zimmer zu ordentlich auszustatten, in dem der Kindergeburtstag statt fand.

Freitag, 12. Januar 2018

Der Waldgeist - ein Mantel für einen Larp-NSC

Erstellungsdatum: September 2017

In den vergangenen Wochen habe ich Tabea Birkenbinder vorgestellt.
Der WurzelPrinzGemahl war auch auf dem Larp und auch ihm habe ich etwas genäht. Er hat allerdings nur ein Kleidungsstück bekommen - vom Zeitaufwand war es aber mit meiner kompletten Gewandung gleich zu setzen.


Der Liebste sollte einen Waldgeist darstellen. Grüne und braune Kleidung als Basis hat er da genug, zum Beispiel vom NSC Druiden aus dem Jahre 2016. Für einen Waldgeist wollte ich aber etwas besonderes machen.
In Rücksprache mit der Orga und SL habe ich einen Blätter-Mantel genäht.


Der Mantel hat als Basis das Schnittmuster Simplicity 9887, Variante C
Die Modifikationen:
- Alle Nähte sind innen umgeschlagen, so dass man den Mantel als Wendemantel nutzen kann
- Den Mantel habe ich auf eine andere Länge als im Schnittmuster vorgegeben gebracht (beim WPG entspricht diese Länge etwa Mitte der Waden)
- Da stecken gut 300 Blätter drauf (mit der Maschine angenäht)
- Als Verschlüsse habe ich Pelzhaken genutzt 

 


Auf die Idee mit dem Wendemantel kam ich erst, als ich völlig natürlich die Nähte auf der Innenseite begann umzuschlagen und festzunähen. Ich fragte mich nach den ersten zwei Nähten, warum ich das mache - und dann entschied ich mich für den Wendemantel. Das hat den Vorteil, dass der WPG so auch mal unerkannt von Ort A nach Ort B gehen konnte, ohne dass man direkt den Waldgeist rumlaufen sah.




Die Blätter sind aus diversen Baumwollstoffen zugeschnitten, in der Maschine gewaschen und dann so ausgefranst aufgenäht. Hätte ich ein halbes Jahr Vorlauf gehabt, ich hätte die Blätter mit der Hand angenäht. So habe ich die Zeitsparendere und wahrscheinlich auch sinnvollere Variante mit der Maschine gewählt.




Auf dem nachfolgenden Bild sieht man die umgeschlagenen Nähte auf der Wende-Seite. Da sieht man auch die dicken engen ZickZack-Nähte, mit denen ich die Blätter befestigt habe.



Zeitbedarf:
Zuschneiden Mantel: 1,5 Stunden
Zuschneiden Blätter: 2 Abende (ich habe aber noch gut 150 Blätter übrig...)
Nähen Mantel: 1 Samstag
Aufnähen Blätter: ca. 10 Abende (nach der Arbeit)

Wir haben ein paar Freunde auf dem Larp getroffen und eine Freundin aus diesem Freundeskreis hat mich damals bei dem Najaden-Kostüm schon für verrückt erklärt. Ich meinte dann zu ihr, VOR dem Time-In und dem Moment, wo sie den Mantel das erste mal sah: "Wenn du die Kleidung vom WPG gesehen hast, dann darfst du mich verrückt nennen."
Nach dem Larp dann unterhielten wir uns noch uns sie meinte ganz trocken: "Ach Gnom, weißt du was, ich hab dich schon VOR den Najaden-Kostüm für verrückt gehalten!" 

Hier sind ein paar Impressionen von dem Mantel auf dem Larp in Aktion. Der WPG ist auf dem Larp krank geworden, weswegen der Mantel auf den Bildern von einer anderen NSC getragen wird.
Waldgeist #1 
Waldgeist #2

Freitag, 5. Januar 2018

Magier-Adepta Tabea Birkenbinder - Erst mit einem Mantel ist die Uniform komplett

Erstellungsdatum: September 2017


Tabea Birkenbinder brauchte neben der Uniform, welche ich in den letzten Wochen vorgestellt habe, auch etwas Wärmendes für die Nacht oder kalte Tage. In mein Konzept von Uniform passte keiner der Mäntel aus Wolle, die der WPG und ich zu Hause hatten.


Ich ergriff die Gelegenheit also beim Schopfe und nähte mir aus blauem Canvas einen halblangen Mantel.
Als Schnittmuster nahm ich mir McCalls 6818 zur Vorlage.



Meine Modifikationen zu dem Schnittmuster sind:
  • Das Cape ist länger als im Schnittmuster vorgesehe. Ich wollte die Arme vollständig abdecken können.
  • Das Cape ist vollständig gefüttert (ich weiß nicht mehr, ob das Original Schnittmuster Futter vorgesehen hat). 
  •  Für den Verschluss habe ich einen Untertritt unter der vorderen Öffnung angesetzt und dort die Knöpfe aufgenäht, Zudem habe ich Knöpfe von ganz oben bis fast ganz unten gezogen - das lässt den Mantel wie eine Variation von einem Kutscher-Mantel erscheinen und hält schön warm.
  •  Ich habe verdeckt ein Paar Haken und Ösen (also einen Haken und eine Öse) in die Nähte direkt oberhalb des obersten Knopfes gesetzt, so dass der Mantel auf gar keinen Fall komisch im Bereich des Kragens aussieht. Wäre da nur der Knopf, dann könnte der Mantel ca. 2 cm aufschlagen, auch wenn das Cape geschlossen ist. 
  • Entlang des Saumes habe ich auch hier beiges Schrägband als Zier angesetzt.

Der Mantel war gut wärmend und ich war froh, das sich den Mantel dabei hatte. Des Nachts wurde es sehr kalt.


Tja, nach dem Ganzen Sachen für den Bücherball habe ich nun also etwas "einfaches" genäht.
Einfach heißt in diesem Fall - nach nur etwa zwei Wochenenden war das Kostüm vollständig fertig. Es ging also "schnell".

Hier nochmal das Gewand in seiner vollen Pracht:


Der Mantel ist sehr praktisch und modisch im fast offenen Zustand (mit nur dem obersten Knopf und dem Haken geschlossen), sozusagen über die Schultern geworfen tragbar.

Hier ein paar Impressionen vom Larp selbst:
von hinten mit übergeworfenem Mantel
von der Seite mit einem kritischen Blick auf die Expeditionsteilnehmer
in magiepolitischer Diskussion
mit Lederhose und Wanderstiefeln

Lustige Begebenheit am Rande:
Nach dem Spielende am Sonntag Mittag kamen einige Spieler auf mich zu und erklärten mir, dass sie es ja ganz toll fänden, wenn ein SC das Land eines aktuell bespielten Larps als Hintergrund-Land hat. Ich habe sie dann aufgeklärt, dass ich NSC war und diese Rolle vorgegeben bekommen habe.
Der Eindruck, dass wenn jemand passende und durchdachte Kleidung trägt, er ja nur SC sein kann war mir zuvor gar nicht in den Sinn gekommen. Aber lustig, dass man so die Mitspieler an der Nase herumführen kann. Gegenüber sehr offensichtlichen NSC agiert ja manch einer anders als gegenüber SC...

Freitag, 29. Dezember 2017

Magier-Adepta Tabea Birkenbinder - Ein Bolero zum Unterstreichen der Autorität

Erstellungsdatum: September 2017

Adepta Tabea Birkenbinder hatte auf dem Larp mehr an als nur ein ärmelloses Kleid, einen Gürtel und einen Dreispitz.

Für die Arme gab es einen Bolero, der die Uniform vervollständigte.
Als Vorlage für den Bolero diente das Schnittmuster McCalls Cosplay 2070. Ich habe mich für den Stehkragen und die langen Ärmel entschieden.
Meine Modifikationen zum Schnittmuster:

  • Die Ärmel im Futter sind sauber eingesetzt. Im Schnittmuster wird da mit einer sehr unsauberen Art hantiert, die das Nähen zwar einfacher aber das Ergebnis und Tragegefühl unschön macht. Und Innen-Schön ist ja mein Credo beim Nähen (auch wenn es niemand sieht). 
  • Zwecks Beweglichkeit für Larp habe ich den Bolero in 10 EU-Größen größer als meine normale Kleidergröße zugeschnitten. Erst habe ich den Bolero in meiner Größe genäht und da kam ich kaum rein und konnte dann die Arme nicht mehr bewegen, als ich einmal drin war. Das Ausziehen aus diesem Mini-Bolero konnte nur Dank der Hilfe des schallend lachenden WPGs bewerkstelligt werden. Also hab ich den Bolero noch mal genäht.
  • Den Verschluss vorne habe ich mit einem Untertritt hergestellt, der Träger der Knöpfe ist und mit dem man das Ganze mit sichtbar mittiger Naht schließen kan. Ich wollte keine Haken und Ösen nehmen.
  • Nachdem ich das Kleid mit beigem Schrägband versehen habe, musste dieses "Element" auch im Bolero aufgegriffen werden. So habe ich den beigen Bolero mit blauem Schrägband versehen.
  • An den Ärmeln sind Manschetten angebracht, die mit zwei Knöpfen zu schließen sind. Als Knopfträger habe ich auch hier Untertritte verwendet.
  • Damit ich als kleine Frau auch ernst genommen wurde und Autorität ausstrahlte habe ich Schulterpolster eingenäht. Ohne die Polster war der Bolero nicht das, was er sein sollte. Die Entscheidung für die Schulterpolster fiel spontan beim Verheiraten von Futter-Bolero und Außenteil.
  • Zudem habe ich von Anfang an bei der Kleidungskonzeption Ärmelansätze eingeplant, die die Schultern noch breiter wirken lassen. Solche Teile hatte ich schon bei meinem Doctor Who Steampunk Kostüm verwendet.

Der Bolero hilft sehr gut gegen zugigen Wind. Ich habe darin die volle Bewegungsfreiheit und dennoch wirkt das ganze Kostüm wegen des Stehkragens "zugeknöpft".



Mein Ansinnen eine Adepta darzustellen, deren Uniform praktisch ist und dennoch wie eine Uniform wirkt, die nicht sexy sondern als ernst zu nehmende Person gekleidet ist habe ich erfüllt.

Hier noch ein Detailbild der Manschetten an den Ärmeln. Die Knöpfe sind natürlich gleich denen, die ich für die Verschluss-Knopfleiste verwendet habe.

Freitag, 22. Dezember 2017

Magier-Adepta Tabea Birkenbinder - Der Dreispitz als Magier-Hut

Erstellungsdatum: September 2017


Was braucht man als Expiditionsleiter-NSC auf Larp, genauer gesagt, was braucht Adepta Tabea Birkenbinder als Kopfschutz?


Ich bin kein Freund des Blöden-Hut-Credos - so kam der Hut auch als letztes Stück zum Kostüm dazu. Ich mag Dreispitze und aus Schlapphüten kann man fix einen solchen Dreispitz machen.
Die Notwendigkeit für einen Hut habe ich erst wenige tage vor dem Larp gesehen - es war Regenwetter angekündigt und ich hatte keine Kapuze im Kostüm. Auf dem Kopf nass werden ist aber auch nicht schön. Also war ein blauer Schlapphut bestellt und nach seiner Ankunft wurde er binnen weniger Stunden zum Kostüm passend umgestaltet.


Erst habe ich den Hut mit Imprägnierspray eingesprüht - sicher ist sicher.
Dann habe ich mit der Nähmaschine Schrägband entlang des Randes an der Unterseite der Krempe angenäht.
Und zuletzt wurde die Krempe an drei Stellen an der Krone festgenäht. In meinem Fall habe ich je Auschlagseite drei kleine Fixierungen vorgenommen, damit der Hut auch ja seine Form behält, egal wie nass er wird.


Und fertig ist der Dreispitz.
Neben der praktischen Seite (trockener Kopf) hatte der Hut auch eine spieltechnische gute Seite: Mit einem Dreispitz wirkt eine kleine Frau wie ich dann auch wie eine Autoritätsfigur. Man nimmt mich zumindest ernster.

Am ersten Abend des Larps, noch bevor das Spiel startete, da wurde ich von drei Spielern aufgesucht. Ich musste mich mit ihnen abstimmen. Die Orga hatte den dreien gesagt: blaue Kleidung und Dreispitz - und obwohl ich in einer Pferdebox stand und das Gelände groß war, die drei haben mich fast sofort gefunden und meinten, ein Dreispitz sei einfach zu gut zu erkennen.

Freitag, 15. Dezember 2017

Magier-Adepta Tabea Birkenbinder - ein selbst gebastelter Gürtel

Erstellungsdatum: September 2017

Letzte Woche habe ich Tabea Birkenbinder vorgestellt.
Im Zuge der Konzeption der Uniform für Tabea stellte ich mir auch einen passenden Gürtel für das Kostüm vor.  An sich nehme ich für NSC-Rollen auf Larp gerne meinen bewährten Ledergürtel. Für eine Uniform an einer Magierakademie aber wollte ich etwas farblich genau zur Kleidung passendes als Gürtel haben. Ich hatte ohnehin noch eine Gürtelschnalle vom Atlas-Cape übrig.

Ein einfaches aber farbig passendes Gurtband, etwas blaues Schrägband und ein Metall-Schmuckelement aus meinem Fundus halten aus und mit wenigen Nähten war der Gürtel fertiggestellt.


Die Löcher des Gürtels habe ich mit einem Pfriem eingestochen und geweitet, so wurden die Fasern des Gurtbandes nicht beschädigt. Die Löcher habe ich dann per Hand umnäht.


Ohne das Schmuckelement würde der Gürtel vorne bei leichten Bewegungen oder Wind immer abheben. Also habe ich Zier mit praktischem Gedanken verbunden.

Freitag, 8. Dezember 2017

Magier-Adepta Tabea Birkenbinder - Das Kleid als Expeditions-Uniform

Erstellungsdatum: September 2017


Nachdem ich Monate lang für den Bücherball genäht hatte stand mir der Sinn nach etwas "einfachem".



Der WurzelPrinzgemahl und ich hatten uns auf einem Larp als NSC angemeldet. Ich hatte der Orga angeboten: Gebt uns Festrollen und ich nähe unsere Gewandung selbst und speziell für diese Rolle. Die Orga hat das Angebot angenommen und ich erhielt eine Adepta als Charakter.



Die Adepta musste als Vornamensinitial ein T haben - mit T. Birkenbinder war die IT Einladung unterzeichnet, quasi der Flyer für das Larp. Und ein Name mit T war schnell gefunden, ich nahm  einfach den Vornamen meines ersten DSA-Charakters: Tabea



Die Kleidung für Tabea sollte eine Akademie-Uniform sein. Diese Uniform sollte praktisch auf Expedition sein und ebenso aussehen. Ich hatte das Glück, dass vor mir noch niemand einen Charakter dieser speziellen Magier-Akademie bespielt hatte. Die Farben waren eine Abstimmungssache mit der Orga - Der Spielhintergrund ließ die schönen Farben blau und beige zu. Was die verwendeten Schnitte anging war ich völlig frei das zu wählen, was ich haben wollten.


Als Basis für die Uniform nahm ich ein schlichtes Kleid. Die Vorlage für den Schnitt stellte McCalls 6817. Wie bei mir üblich habe ich auch hier Modifikationen vorgenommen:
  • Ganz in blau sah das Kleid nach Kittel aus, also habe ich Schrägband an Halsausschnitt und Saum angebracht - aber nicht einfach am Rand sondern als Borte in den Stoff hineingesetzt.
  • Es gibt keine Ärmel.
  • Den Ärmelabschluss habe ich der Einfachheit halber mit Schrägband gemacht.
  • Wie üblich bei Larp-Kleidung habe ich den Verschluss im Rücken  mit einer Blende unter der Schnürung versehen - so sieht man keine nackte Haut darunter oder gar den Pulli, den ich auf dem Larp auf Grund der niedrigen Temperatur getragen habe.
  • Oben an der Schnürleiste habe ich (wie üblich bei meinen Sachen) ein Paar Haken und Ösen (also ein Haken und eine Öse) zum Verschließen angenäht. Das hat den Vorteil, dass die Schnürung oben nicht auseinander geht im Laufe eines Tages bei viel Bewegung.
  • Ich habe keinen geschlitzten Halsausschnitt verwendet.
  • Das Band zum Schnüren ist bei mir ein Baumwollband, an dessen Enden ich Nestelspitzen aufgezogen habe. Damit die auf jeden Fall halten, habe ich das Band jeweils mit Schmuckkleber so eingeklebt, dass man es nicht sieht, die Nestelspitzen mit einer Schmuckzange ganz schmal zusammengedrückt und dann noch ganz klassisch festgenäht mit ein paar Handstiche.
  • Und die auffälligste Modifikation: Der Saum ist geändert - ich habe das ungesäumte, ungeschmückte aber fertige Kleid auf den Boden gelegt und ganz vorne und ganz hinten gefaltet, so dass ich beide Seiten mit einem Schnitt zuschneiden konnte. Dann habe ich das Maß bis zu der gewünschten Frontlänge (etwa Kniehöhe) und das Maß bis zur gewünschten Rücklänge (etwa "Boden"-lang) jeweils mit Nahtzugabe genommen und eingezeichnet. Diese beiden Punkte wurden aus der Hand heraus mit einer geschwungene Linie verbunden, diese ausgebessert und final zugeschnitten.



Das Kleid hat durch den VokuHila Schnitt einen praktischen Touch und war echt angenehm zu tragen. Ich hatte immer die Hände frei für andere Sachen und musste nie den Rock raffen - weder im Kampf (bzw. der Flucht vor solchen), noch beim Gehen von Treppen, beim Balancieren auf Schwebebalken oder anderen lustigen Aktionen, die man auf Larp so treibt.


Auf dem Larp trug ich unter dem Kleid eine beige Lederhose bzw. beige Leggins. Mit nackten Beinen war es mir dann doch zu kalt und nass. Auch hatte ich einen Pulli bzw. langärmligen Body an. Die langen Ärmel der wärmenden Kleidung sah man jedoch nicht, denn...
... in den nächsten Wochen gibt es die Auflösung zu diesem begonnen Satz.

Freitag, 1. Dezember 2017

Mit der Windrose zum Picknick - eine "Reste" Patchworkdecke

Erstellungsdatum: Juli-  August 2017 + 2 Tage im September 2017


In den ganzen Näh- und Bastelvorbereitungen zum Bücherball  habe ich auch das Picknick mit viktorianischem Thema am nachfolgenden Tag voller Elan vorbereitet.


"Du brauchst doch auch eine Picknickdecke!"
"Netter Gedanke aber ich habe doch eine Picknickdecke. irgendwo steckt die gekaufte Decke aus dem Discounter..."
"Ja aber du hast auch noch Schriftstoff und Kartenstoff vom Bücherball-Kostüm übrig. Den kannst du dafür nutzen!"
"Werter Kopf, ich hab genug Sachen zu nähen und eigentlich keine Zeit für eine Picknickdecke!"
"Du willst es doch! Und mal ehrlich, seit Jahren schleichst du um eine Decke herum, in deren Mitte eine Windrose steht..."
"Nein!"
"Doch, komm schon..."

So oder so ähnlich lief das in meinem Kopf ab - ein Dialog meiner kreativen Seite mit meiner Logik. Als ich mich dann spontan an den PC setzte und das Schnittmuster entwarf, da kam dann folgendes bei raus:



Meine kreative Seite wollte sich auch noch in einer runden Decke austoben - eckig kann ja jeder.
Dank der Beratung durch die Dame "aprilnärrin" aus dem grünen Forum hatte ich nun auch noch Quellen für feuchtigkeits-hemmenden Unterstoff und Volumenvlies. Als die Sachen dann auch noch im Hause waren, da musste ich ja quasi diese Decke nähen.


Die Decke misst 2 Meter im Durchmesser.
Ich habe einen der Stoffe blau eingefärbt und mich dann ans Zuschneiden gesetzt. Der Clou bei der Decke ist, dass auch noch alle Schriftzüge genau in einer Linie lesbar wären (wenn diese Schriftzüge denn Sinn ergeben würden). Aus dem Grund habe ich auch für das Zuschneiden fast genau so lange wie für alle nachfolgenden Schritte zusammen gebraucht.


Die Mitte und alle aufeinander treffenden Ecken habe ich per Hand genäht, so dass auf jeden Fall alle Nähte genau aufeinander treffen.


Zum Picknick (das ja dann leider ins Wasser fiel) hatte ich die Decke als Quick-n-Dirty Version dabei. Top, Vlies und Unterteil waren einfach mit doppeltem Schrägband an der Seite gefasst. Doppeltes Schrägband? Ich habe zwei Schrägbänder vernäht und dann um die Decke geschlagen. Auf der Oberseite sieht man das beige Schrägband, die Unterseide ist mit schwarzem Schrägband versehen.


Ich habe die Unterseite des Schrägbandes mit der Maschine angenäht. Das beige Schrägband ist dann an zwei Abenden in einer "Es muss jetzt doch noch alles fertig werden..." Stress Aktion per Hand angenäht worden. Ich wollte einfach keine Maschinennaht da sichtbar haben. Meine rechte Hand wollte sich danach partout nicht mehr in die Hand-Näh-Stellung bringen lassen.


Auf Grund der knappen Zeit und der Hand habe ich dann die Decke nicht mehr gequiltet. Erst wollte ich sie auch so lassen aber das Top wellte sich dann doch zu blöd. Also habe ich im September nochmal an zwei Tagen etwas Zeit investiert und habe die Haupt-Achsen mit händischen Quiltnähten versehen.
Danach dann konnte ich auch hübsche Fotos machen lassen und nun ist die Decke fertig.

...jetzt fehlt nur noch eine schöne Tasche zum Transport :)