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Freitag, 23. Mai 2014

Etui-Täschchen und E-Book-Reader-Hülle

Erstellungsdatum: Juli - August 2013

 

Heute stelle ich zwei Kleinigkeiten vor, die ich letztes Jahr im Sommer genäht habe. Beide "Täschchen" sind nach diesem Schnittmuster von Stich und Faden erstellt worden.

Zum einen habe ich eine Ebook-Reader Hülle genäht für eine Freundin, die bis dato ihren Reader in einem Waschlappen aufbewahrte. Da sie Doctor Who mag, hab ich mir die Folgen "Silence in the Library" und "Forest of the Dead" (beide spielen in einer Bibliothek) als Vorbild genommen. In so einen Ebook-Reader passen ja Massen an Bücher! Also ist das Teil innen größer als es von außen aussieht. Woran erinnert einen das? Klar an die TARDIS!

Also habe ich eine TARDIS appliziert und teils mit der Maschine (weiße Flächen), teils per Hand bestickt.

Auf die Verschlussklappe habe ich ein Stickband mit entsprechendem Spruch gesetzt:

Der Verschluss ist aus Klett, das Futter ist orange (ich mag die TARDIS vom neunten und zehnten Doctor mit dem organisch orangen Innenleben):

Und nochmal ein Bild von der aufgeklappten Hülle:


Als zweites habe ich einer anderen Freundin ein Etui-Täschchen geschenkt. Sie hatte einen "Gutschein" für ein Accessoir nach Wahl für die Hochzeit eines gemeinsamen Freundes erhalten. Sie wählte eine Tasche, in die das nötigste (Personalausweis, Geld, Schlüssel, Handy, Taschentücher und etwas Makeup) reinpasst.
Sie wählte schwarz und silbern/grau als Farben. Ursprünglich wollte sie eine Tasche in petrol aber leider habe ich keinen Stoff gefunden, der genau der Farbe ihres Kleides entsprach. Als Stoffe habe ich dann einen silbernen Taft und einen schwarzen Anzugstoff genommen.

Entstanden ist nach einer Skizze von ihr dann folgende Tasche:

Verschlossen wird sie mit einem Magnet-Verschluss:

In der Rückseite innen gibt es noch eine Reißverschluss-Tasche, wo Geld und Perso reinpassen.

Diese Tasche ist ebenfalls mit dem silbernen Taft gefüttert:

Und hier noch eine Seitenansicht:

Beide Geschenke sind bei den Mädels gut angekommen und das waren gewiss nicht die letzten Taschen, die ich nach dem Schnittmuster erstellt habe. Dafür ist es zu gut und Bedarf an solchen Taschen besteht ja immer bei irgendwem.

Dienstag, 11. März 2014

Doctor-Who-Swap (NuS) 2014 ODER doppeltes Patchwork

Erstellungsdatum: Februar/März 2014


Bereits im Jahr 2012 habe ich im Forum von Natron und Soda an einem Swap zum Thema Doctor Who teilgenommen (siehe Doctor Who Swap 2012). Dieses Jahr stand dann der zweite Swap zu dem Thema an. Hier möchte ich mein einziges Werkstück für den zweiten Swap und seine Entstehung beschreiben.


Ich habe als Wichtelkind die liebe Siora bekommen. Sie hatte in ihrem Steckbrief angegeben, dass sie sich über eine Patchwork-Tagesdecke freuen würde. Und die TARDIS zählt zu ihren Lieblingen... Also hab ich noch rasch nachfragen lassen, wie groß sie die Decke wünscht und dann hab ich mich an einen Entwurf gesetzt. Mein Swap Geschenk durfte vom Zeitaufwand gerne etwas größer werden, da ich zu dem Zeitpunkt zwischen Diplomarbeit und Job stand und nur einen Minijob hatte.

Es gibt eine Sache beim Patchworken, die ich gar nicht mag: quilten (auf deutsch "steppen" aber damit könnte ja auch das Tanzen gemeint sein, weswegen ich es lieber quilten nenne).
Ich hab es ein paar Mal angefangen und es jedes Mal gehasst. Und da ich dementsprechend darin auch nicht gut oder geübt bin, hätte ich etwas hässlich Gequiltetes auch nicht verschenken wollen. Es gibt aber eine wundervolle Technik, die keine Quilt-Nähte braucht: Windows Cathedral Patchwork
Diese Technik habe ich bei einem Kissen schonmal angewendet und fand sie faszinierend. Die Rückseite sieht hübsch aus, man muss nicht quilten und mit ein wenig Rechenarbeit kommt man auch auf die Stoffmengen, die man braucht. Eine "Tasche" (Rechteck, in das hinterher das Fenster gelegt wird) muss doppelt so breit +Nahtzugabe zugeschnitten werden, wie man es final braucht.

Obwohl ich schon einmal diese Technik angewandt hatte, habe ich im Internet nochmal nach Anleitungen gesucht und bin dabei auf  diese Anleitung gestoßen, die mich begeisterte.

Vor dem Nähen steht aber der Entwurf. Die Maße mit Rand sollten ca. 190cm x 230cm werden. Die gewünschte Tagesdeckengröße war 160 x 200 aber eine Tagesdecke fürs Bett sollte ja auch Staub davon abhalten, sich auf die Ränder der Matratze zu legen. Also hab ich an jeder Seite etwa 15cm Rand zugeschlagen.

Fertig sollte die Decke wie folgt aussehen:

Das Motiv in den Fensterchen sollte ein erstes Patchwork-Stück werden:


Uns so sollte das erste Patchwork-Stück dann zerstört werden:

Die "Taschen" für die Fenster mussten auch entsprechende Farben haben. Zum Teil sind Taschen zweifarbig und an sich schon zusammengesetzt. Die Taschen haben eine Kantenlänge von 20cm und damit ist die Decke 8 Reihen und 10 Spalten groß.

Von der Masse an Taschen habe ich keine Bilder gemacht aber ich hatte letztlich 80 feine Quadrate hier liegen. Davon sahen einige so aus:
zusammengenäht, ausgebreitet (links), gefaltet und gebügelt (rechts)

Die Fenster sind in der Skizze 14 x 14cm groß. Genutzt habe ich letztlich 12,5 x 12,5 cm, da man bei zu viel Stoff der Fensterchen die Taschenränder nicht mehr umschlagen kann, ohne dass sich da was rausdrückt.

Die TARDIS für die Fenster habe ich als Patchwork erstellt. Das ist also letztlich Patchwork Nummero 1. Man sieht, ich bin ein wenig von meiner Skizze abgewichen, was aber der Praktikabilität geschuldet war.


Hier sieht man, dass ich mit Kreide und Trickmarker Hilfslinien (waagerecht und senkrecht) und Schnittlinien (um 45° gedrehte Linien, also Schräglinien) eingezeichnet habe.

Und so sieht die TARDIS zerschnitten aus.
Innerhalb von 30 Minuten hatte ich das Werk von ca. 6 Stunden zerschnibbelt. Aber so sollte es ja sein, so war es ja geplant!

Die Fensterchen habe ich dann von 14 x 14cm Stücken zu 12,5 x 12,5 cm Quadraten zurechtgeschnitten. Hier lobe ich mir doch die Anschaffung von Schneidematte und Rollschneider.

Im nächsten Schritt habe ich die Taschen-Reihen genäht und die jeweils zugehörigen Fenster eingesetzt. Hier sieht man, dass jede Reihe einzeln angegangen wurde.

Danach habe ich jeweils zwei Reihen aneinandergenäht und wiederum die Fensterchen eingesetzt. Dann wieder... auf jeden Fall hatte das Ding ganz schnell ein beachtliches Gewicht und es war ein regelrechter Kampf, um den Stoff unter die Nähmaschine zu bekommen.
Zuvor hatte ich noch nie meinen Extra-Anschiebetisch und den Stoffobertransporter verwendet, die ich mitsamt der Maschine geschenkt bekommen hatte. Jetzt war das nötig und ich liebe beides.

Hier sieht man mich bei der Arbeit mit der Decke. Da mir eine Hand fehlte, habe ich den Stoff zum Teil zwischen Brustbein und Kinn eingeklemmt, um ihn am Herabrutschen zu hindern

So sah die Decke dann ohne Rand und ohne die halben Fensterchen am Rand aus. Die TARDIS kann man schonmal gut erkennen.

Nachdem ich den Rand und die halben Fensterchen außen angenäht hatte und damit die Decke optisch fertig war, habe ich nochmal alle Stellen, an denen sich Stoffe überlappen (also an den Zwickeln der Fensterchen) mit Handnähten so versäubert, dass keine Fransen rauskommen und die Zwickel auch komplett dicht sind. An einigen Stellen klappten die Stoffe auseinander und verschenken wollte ich die Decke so nicht.


Mit Ablauf der 5 Wochen Werkelzeit hatte ich die Decke dann auch fertig und mir nur wenig Verzögerung (um noch die nachfolgenden Fotos machen zu können) habe ich das Paket auf den Weg geschickt.

Die fertige Decke sieht wie folgt aus. Die Stelle, die fürs Fotografieren am geeignetsten ist im Garten ist leider im März nicht ohne Schatten, weswegen es Bilder im "Sonnenlicht mit Baumschatten" gibt.

Vom Fenster aus der 2. Etage fotografiert:

Vom Boden aus abgelichtet:

Und aus Hunde-Nasen-Höhe:

Ich hatte die Decke zum Schutz vor Dreck auf Picknickdecken gelegt. Das "Blumenmuster" auf der Rückseite der Tardis-Decke finde ich auch ganz schick:

Und selbst von der Rückseite her kann man die Tardis erahnen aufgrund der farbig genähten "Taschen" des Patchworks.


Bilanz:
  • Ich mag Windows Cathedral Patchwork. Es ist "einfach" in der Herstellung aber doch so toll in der Wirkung.
  • Stoffverbrauch: etwa 15m² Stoff (davon hatte ich das meiste im Hause)
  • Garnverbrauch: zwei 1.000m Rollen sind fast gänzlich draufgegangen. Davon hab ich aber vieles als großzügig gelassene Enden abgeschnitten, nachdem ich die Enden sauber vernäht hatte, so dass man auch ja keine Garnstückchen hinterher rausfusseln hat. Nach einer überschlägigen Berechnung verbleiben im Stück selber aber über 800m Garn bis hin zu 1.000m.
  • Gewicht: Die Decke wiegt stolze 3 Kilogramm.
  • Die Arbeitszeit liegt bei 5 Wochen. Ich hab an den meisten Tagen mindestens 2 Stunden dran gesessen. An einigen auch über 8 Stunden. Das ist auf keinen Fall so üblich bei einem Swap aber ich hab ja bereits geschrieben, dass ich die Zeit hatte.
Netter kleiner Faktor am Rande: Normalerweise kettel ich IMMER die Ränder von Sachen ab, es sei denn sie sind mit Vlieseline hinterbügelt und von daher schon ausfrans-sicher. An dieser Decke habe ich keinen einzigen Millimeter vor dem ausfransen gesichert. Damit wäre die Decke noch schwerer geworden und ich hätte zum Teil die Nähte nicht so setzen können, wie ich es jetzt getan hab.



Da ich spontan noch Lust hatte zu malen, hab ich das Paket auch noch von außen verziert mit Acrylfarben.

Auf die Front kam ein Dalek in messingfarben

und auf die Rückseite eine blaue Tardis.

Da ich von einer anderen Teilnehmerin ein Paket hier liegen hatte, welches ich in den Versand geben sollte, habe ich mit ihrer Zustimmung auch noch ihr Paket mit einem Weeping Angel verziert.

Freitag, 21. Februar 2014

Ich kann keine Kreise sticken

Erstellungsdatum: Mai 2013


Nachdem ich einige Sachen gestickt hatte und es mich immer wieder ziemlich geärgert hat, dass ich partout keine Rundungen sticken kann sondern die hinterher immer wie eingedellte Eier aussehen, habe ich mich entschlossen dieses Problem auf die harte Tour anzugehen.
Ich habe mir fürs Sticken ein Motiv gesucht, das ausschließlich aus Kreisen besteht: Die Aufschrift der Babywiege des Doctors aus der BBC Serie Doctor Who, Episode "A Good Man Goes to War".
Ich habe den Schriftzug als Vektorgrafik gebastelt, um ein Gefühl für den Aufbau zu bekommen. Dann habe ich das Bild ausgedruckt und auf schwarzen Jeansstoff (mit Vlieseline verstärkt) übertragen und die Linien mit Gelstift nachgezeichnet. Gelstifte haben diverse Vorteile:
  • Gelstift-Linien lassen sich einfach auswaschen,
  • Sie sind in diversen Farben zu bekommen,
  • Gelstifte malen deckend (was bei schwarzem Untergrund wichtig ist)
  • und zudem verwischen die Linien nicht beim Sticken (wie es bei Kreide der Fall ist).
Als Motivfarbe hatte ich grün vor Augen. Was grün mit dem Doctor zu tun hat? Keine Ahnung, ich wollte einfach etwas grünes sticken.

Ich bin dann beim Sticken mit den schmalsten Linien beginnend vorgegangen. Genutzt habe ich den Konturstich (meinen Lieblingsstich).
Hier mal ein Stick-Zwischenstand nach der ersten Strichdicke.

Nach Stunden des Stickens und hoffentlich einem Lerneffekt für die Zukunft, was Rundungen anbelangt, war ich dann endlich fertig und hatte ein Jeansstück mit gallifreyanischer Schrift. Den schwarzen Jeansstoff hatte ich extra gewählt, denn meine "Handtasche" ist aus schwarzer Jeans. Die ist gekauft und sah doch recht kahl aus. Ich hab meine Stickerei dann mit grünem Schrägband eingefasst und auf die Tasche gebracht:


Wie man sieht: Ich kann immer noch keine Kreise sticken.

Fazit: Das Sticken war aufwändig und eben darum hab ich den Patch auf die Tasche gesetzt. Wenn die Tasche nicht gerade zum präsentieren des Patches so ordentlich aufgehängt ist, dann dellt sie selbst etwas und damit fallen die eingedellten Eier kaum auf. Dennoch ärgert es mich, dass ich das mit den Kreisen echt gar nicht hinbekomme.

Kleines Trostpflaster: Als ich im Sommer in der Stadt unterwegs war und einer Schulgruppe Touris aus dem englischsprachigen Raum begegnet bin, hat mich ein Mädel danach gefragt, ob man die Tasche mit Patch hier in der Stadt irgendwo kaufen könne.

Freitag, 24. Januar 2014

Lichtblicke

Erstellungsdatum: Dezember 2013 - Januar 2014


In den letzten Wochen war ich mäßig kreativ und habe ein paar Sachen gebastelt. Die Dinge, die ich seit Ende Dezember geschaffen habe, sind alles Geschenke für Personen, die mir viel Zeit und Geduld geschenkt haben in der Zeit meiner Abschlussarbeit. Ich bedanke mich gerne mit Kreativ-Erzeugnissen (dann haben die Beschenkten ein Unikat!).
Heute möchte ich die "Lichtblicke" vorstellen.

Inspiriert dazu hat mich Soda. Auch vor ihrem Lichtbild hatte ich solche Sachen schon gesehen aber ich fand sie einfach nicht schön. Soda brachte mich dann auf die Idee, dass man ja auch etwas anderes als Text in dieser Bilder bringen könnte, auch wenn sie selbst Text in das Bild gesetzt hat. Ich habe im Folgenden, wie Soda, Bilderrahmen von IKEA genutzt. Auch verwende ich Lichterketten, die aus Draht und aufgesetzten LED bestehen und von Batterien mit Energie versorgt werden. Damit sind die Bilder "mobil" und die neuen Besitzer können sie da aufstellen, wo sie wollen - ohne auf Steckdosen achten zu müssen.
Ich kleb die Lichterketten mit der Heißklebepistole auf. Das ist zwar nicht hübsch aber die Kette sieht ja niemand.


Begonnen habe ich meine Basteleien mit einem einfachen Motiv, das ausschließlich gerade Linien aufweist: Die TARDIS aus der Serie "Doctor Who".
Der Rahmen ist weiß, die Pappe ist blau und dahinter ist wieder einfaches weißes Papier. Geschnitten habe ich die Pappe mit einem Teppich-Cutter und einem Rollschneider.

Mit eingeschalteter Beleuchtung:

Ich wusste nach der Erstellung der TARDIS, dass ich mit der aktuellen Technik keine geschwungenen Linien schneiden kann. Also hab ich nachgedacht, was ich verändern könnte, damit auch das möglich ist.
Ich habe für das zweite Bild das Material verändert. Die Gitarre ist in schwarze Klebefolie geschnitten, die nicht so dick ist wie Pappe. Der Rahmen ist schwarz und hinter der Klebefolie ist ein weißes Papier, auf das ich die Gitarre aufgeklebt habe. Mein Schneidewerkzeug war wieder der Teppich-Cutter und eine Nagelschere.
Mit der Klebefolie war es recht einfach, die innen-liegenden, nicht mit dem Umriss zusammenhängenden Stücke genau auf das Papier zu kleben (wo ich bei der TARDIS noch mit Pinzette und Flüssigkleber fluchend hantierte).
Mir ist leider erst zu spät aufgefallen (nach dem Verschenken), dass ich hier eine Linkshänder-Gitarre geschnitten habe.

Mit eingeschalteter Beleuchtung (und dem Wurzelgnom als Spiegelung...):

Das dritte Licht-Bild ist von der Form her das bislang ausgefallenste. Es gibt keine gerade Linie.
Als Schneidewerkzeug habe ich mir diesmal ein Skalpell geholt und ich muss sagen: Ich bin begeistert. Ohne Schmerzen in Fingern und Hand habe ich ein gutes Bild geschnitten bekommen. Ich dachte ja, der Teppich-Cutter sei scharf. Aber das Skalpell ist schärfer!
Der Rahmen ist braun lackiert, ehemals schwarz. Die Pappe ist "Cappuccino"-farben und hinter der Pappe ist eine doppelte Lage violetter Blumenseide.

Mit ein geschalteter Beleuchtung:

Aufgrund des organischen Motivs finde ich es recht schick, dass die Stellen, hinter denen LEDs liegen, ein wenig heller wirken als die Stellen, die keine LED direkt dahinter liegen haben. Der Kontrast ist real nicht so stark wie auf dem Foto.


Ganz frisch diese Woche fertig geworden ist das Ork-Pride-Bild nach dem Motiv von raben-aas.
Material ist wieder ein schwarzer Rahmen, diesmal rote Pappe und schwarze Blumenseide. Diese Farben hab ich gewählt, da das Guerrillero Heroico auf Postern auch häufig so dargestellt wird, dass der Stern rot ist. Ich hab wieder mit dem Skalpell gearbeitet und bin weiterhin begeistert von der Schärfe. Ich hatte das Bild binnen 40 Minuten zugeschnitten und jede Kante ist genau so geworden, wie ich es geplant hatte.
Das Aufkleben der roten Schnipsel auf das schwarze Seidenpapier hat mich dann Nerven gekostet und über eine Stunde gedauert.

Und eigentlich hatte ich alles so zugeschnitten, dass auch alles zu sehen sein sollte im Rahmen - aber irgendwie ist das Motiv dann doch so tief gerutscht, dass der Punkt des Ausrufezeichens ganz knapp vom Rahmen bedeckt wird.

Mit ein geschalteter Beleuchtung:

Zuerst hatte ich hinter die schwarze Blumenseide noch ein normales weißes Papier gelegt (80g/m²), damit das Licht besser streut. Dadurch sah man aber im Dunkeln mit eingeschaltetem Licht kaum noch etwas. Also hab ich das Papier wieder entfernt und jetzt sieht man die LED-"Flecken". Das tut der "Schönheit" des rebellischen Orks jedoch nichts und ein bisschen dreckig darf ein Chummer ja wirken. Ich find den Effekt irgendwie cool, dass das Bild mit Licht als "negativ" erscheint, wo doch sonst mit schwarz die deckende Fläche (zumindest in meinem Kopf) verbunden wird..
Ich hab im Übrigen keine Ahnung, warum manche LEDs heller sind als andere. Auch bei diesem Bild gilt im Übrigen: Die Lichtpunkte sieht man real nicht so stark hervorgehoben wie es auf dem Bild erscheint.


Mit jedem Bild werde ich besser, die Linien sind sauberer und ich bin zufriedener. Das heißt nicht, dass die TARDIS jetzt schlechte Linien hätte und ich damit völlig unzufrieden wär. Ich habe sie schließlich verschenkt und ich verschenke keine Sachen, die nur mäßig gut geworden sind!

Ich habe noch Bilderrahmen und Lichterketten und werde gewiss noch weitere Licht-Bilder als Geschenke basteln. Die "einfache" Technik und die tolle Wirkung haben mich gepackt.

Bei den Motiven hab ich mich im Übrigen jeweils an Vorlieben und Geschmack der Beschenkten orientiert.

Freitag, 17. Januar 2014

Doctor-Who-Swap (NuS) 2012

Erstellungsdatum: September - Oktober 2012

 

Wenn man User im Forum von Natron und Soda ist, kann man an sogenannten Swaps teilnehmen. Das Prinzip ist wie beim klassischen Weihnachtswichteln in der Schule, wo jedem Teilnehmer eine andere Person zugeteilt wird. Im Gegensatz zum Wichteln in der Schule gibt sich aber jeder besondere Mühe und bastelt etwas, das der Empfänger sich wünscht. Um das auch zu garantieren, werden zuvor Steckbriefe verteilt, die dann dem Wichtel von seinem jeweiligen "Wichtelkind" über die Organisator(in) geschickt werden. Niemand weiß, wer ihn bewichtelt und so hält sich eine knisternde Spannung.

Da es im Forum viele Doctor Who (BBC-Serie) Fans gibt, war ein Swap zum Thema schon etwas länger im Gespräch. Im September und Oktober 2012 fand ein erster Swap zu dem Thema statt.
Ich selber war bei dem Swap die Organisatorin und hatte als Wichtelkind Amy. Da das Thema Doctor Who (und Spin-Offs) sehr ergiebig ist und ich ohnehin vor Ideen platzte, hab ich ein paar Sachen zu dem Thema gebastelt.

Es gab für Amy einige Kleinigkeiten.
Zum Beispiel Bananenchips von der Plantage bei Villengard (Referenz: Doctor Who "The Empty Child" und "The Doctor Dances"). Das waren Bio-Bananenchips mit selbst entworfenem und aufgeklebtem Label.

Ein Perception Filter Key der TARDIS (Referenz: Doctor Who "The Sound of Drums" und "The Last of the Time Lords"). Da hab ich einen alten Schlüssel mit Elektroschrott beklebt.

Ein Slitheen-Kostüm-Utensil (Referenz: Doctor Who - diverse Episoden mit den Slitheen). Genommen habe ich hierfür einen schweinchenfarbenen Reissverschluss, denn ich mit hautfarbener Latexmilch so behandelt hab, dass er auf die Stirn aufgeklebt werden kann. Für einen stilechten Auftritt als Slitheen kann man natürlich noch ein Knicklicht dahinter legen, so dass es schön grün strahlt, wenn man den Reissverschluss aufmacht.

Als Hülle für meinen Brief an Amy habe ich eine Kaffeedose lackiert in dunkler terracotta-Farbe. Aus schwarzer Klebefolie habe ich das Torchwood-Logo ausgeschnitten und aufgeklebt. Man sieht, dass ich falsch herum gedacht habe und das Logo spiegelverkehrt ist. Das ist mir aber erst aufgefallen, als ich das Paket an Amy bereits abgeschickt hatte.
Warum Dose und Torchwood-Logo, erzähl ich weiter unten.

Daneben gab es aber auch arbeitsintensive Kleinigkeiten.
So habe ich ein Poster im "Wanted"-Western-Style entorfen. Darauf verkündet Queen Victoria, dass der Doctor zu ergreifen und Torchwood auszuhändigen sei (Referenz: Doctor Who "Tooth and Claw"). Das Poster ist DIN-A2 groß und mit Tusche und Plakatfarbe auf gemasertem Papier gemalt. Zu sehen ist natürlich der zehnte Doctor (dargestellt von David Tennant), der in der genannten Referenz-Folge von Queen Victoria des Landes verwiesen wird.
Rechts unten ist das "alte Torchwood Logo" zu sehen, die Unterschrift links ist diejenige von der Queen, die ich aus Wikipedia kopiert habe.

Noch eines dieser Gimmicks ist eine Uhr. Ich hab eine kleine Wanduhr gekauft und auseinander genommen. Dann habe ich das Ziffernblatt ausgetauscht, die Uhr wieder zusammen gebaut und fertig ist die nerdige Doctor Who Uhr mit dem Muster der Taschenuhr von John Smith (Referenz: Doctor Who "Human Nature" und "The Familiy of Blood").
Das Muster habe ich als Vektorgrafik nachgezeichnet von einem Bild der Taschenuhr aus der Serie.

Zudem gab es noch ein Notizbuch in Form des Tagebuchs von River Song (Referenz: Doctor Who "Silence in the Library" und "Forest of the Dead").
Ich habe dazu ein normales Notizbuch in DIN-A5 Größe genommen und die Struktur aus einer Plastikplatte ausgeschnitten und aufgeklebt. Das Ganze ist dann noch blau angemalt worden und fertig ist ein Spoilers-Buch.


Eines der beiden "großen" Werkstücke war ein T-Shirt. Nach der Steilvorlage von Larry in der Folge "Blink" (damit auch Referenz) bezüglich des Spruchs "the angels have the phone box" habe ich eben diesen Spruch vorne auf ein blaues T-Shirt gestencilt. Hinten drauf kam ein Weeping Angel. Schrift und Motiv sind beide grau und ich habe beim Tupfen den Schwamm nicht einheitlich in die grau Töne gehalten sondern so, dass beim Tupfen eine leichte Marmorierung herauskam. Schließlich sollte der Engel ja auch nach Marmorstein aussehen.


Das Haupt-Werkstück aber war eine Tasche, die sich Amy gewünscht hatte. Die Tasche ist aus einem robusten, schwarzen Jeansstoff, gefüttert mit einem orange-kupfer-farbenem Futterstoff, um damit die Innenfarbe der TARDIS unter dem neunten und zehnten Doctor aufzugreifen.
Auf der Klappe vorne drauf ist eine TARDIS (die leider die Tasche nicht dazu bringt innen größer zu sein). Die TARDIS selbst ist ein Patchworkstück aus 16 Stoffteilen. Ich hab mich bei den beschrifteten Stoffstücken an Nitrofrottage versucht aber bin dabei leider gescheitert - man sieht das ganz gut auch auf diesen kleinen Bildern. Da mir so langsam die Werkelzeit davon lief, habe ich dann letztlich meinen besten Nitrofrottage-Versuch genommen aber glücklich war und bin ich damit nicht. Irgendwann muss mir mal jemand diese Technik so zeigen, dass sie auch funktioniert.
Der Türknauf der Tardis ist eine schwarze Perle. Der Riemen der Tasche ist Längenverstellbar (wie es sich Amy gewünscht hatte).
Die Tasche ist nicht mein bestes Näh-Erzeugnis. Ich hab mich wirklich überschätzt, denn Taschen habe ich bislang nur für Larp genäht.



Als letztes Gimmick kam dann noch ein Hörspiel dazu. Ich hatte einige Wochen vor dem Swap die Idee, ein Hörspiel zu schreiben und zu produzieren. Wie es genau dazu kam und wie ich es aufgenommen habe, berichte ich ein andermal.
Eine Woche nach eigentlichem Versanddatum hatte ich dann auch endlich das Hörspiel fertig (inklusive passend gestalteter Hülle) und hab es in die Torchwood-Dose gepackt.




Detail Booklet:

Verpackt habe ich alle Sachen entweder in kleinen Zipper-Plastiktüten oder in Kartons. Jedes Teil wurde mit einem Label versehen, das eine Archivnummer trug und das auf die Archivierung in dem (FanFiction) Torchwood Archiv hindeutete. Die Archivnummern spielen auf die Doctor Who, Torchwood oder The Sarah Jane Adventures Folge an, auf die sich das gebastelte Stück bezog.

Einzig die Briefdose wurde nicht archiviert, da sie ja den Brief enthielt. Dann kam alles zusammen mit Füllmaterial in den großen Karton:

Da der Karton von dem FanFiction Torchwood Archiv in einer Rettungsaktion an den Empfänger versendet wurde (ich hatte mit dem Hörspiel und dem Brief an Amy eine kleine Geschichte zu dem Thema erfunden), wurde auch der Karton verziert.
Zudem habe ich den Karton so präpariert, dass Amy die Klebestreifen abnehmen konnte ohne den Karton zu beschädigen. Dann konnte sie so den Karton weiter nutzen (ich hatte erfahren bei meinen Recherchen zu ihr, dass sie noch Stauraum hatte und Sachen in Kartons dort unterbringt).

Ich hatte echt Angst, dass bei dem Versandunternehmen, mit dem ich den Karton verschickt habe, irgendwer das Teil klaut. Lustig war auch Amys Reaktion als sie berichtete jemand anderes habe das Paket für sie angenommen und ihr dann erzählt, es sei ein Paket von Torchwood Institute angekommen.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf neue Doctor Who Swap Sachen zu basteln, denn ein neuer Swap zu dem Thema ist bereits in Planung.