Freitag, 21. April 2017

Update: Upgrade der Zahnrad-Pinnwand

Erstellungsdatum: April 2014


Vor einiger Zeit habe ich meine Zahnrad Pinnwand vorgestellt. Diese hat beim Renovieren des Wohnzimmers ein Upgrade erfahren.
Ich musste die Korkstücke von der Wand holen, weil die Wand neu gestrichen wurde. Die Arbeit war so nervig, dass ich die Zahnräder als nächstes nicht mehr einzeln an die Wand pappen wollte sondern in einem Stück.

Also habe ich mir ein schickes Holzbrett gekauft, welches als Regalboden verkauft wurde und in Kirsch-Optik gehalten ist. Auf dieses Brett habe ich meine Zahnräder mit Heißkleber geklebt und nun kann ich die Pinnwand am Stück anbringen.


Damit meine neue Schreibtischecke auch hell genug für mich ist, brauchte ich neben meiner Schreibtischlampe nun auch noch weitere Lichtquellen. Der Schreibtisch steht nun so, dass ich mit dem Rücken zum Fenster sitze. Das ist nicht die Ausrichtung, die ein Schreibtisch haben sollte. Ich sitze aber nun, als Nicht-Student, auch nur noch selten am Schreibtisch und damit ist es für mich okay.

Freitag, 14. April 2017

Regenbogen-Stickereien ohne Anlass

Erstellungsdatum: Mitte 2013




Ich hatte Lust zu Sticken - einfach so. Irgendwas schönes sollte es werden.


In den Tiefen des Internet bin ich auf ein schönes Motiv gestolpert - ich finde leider nicht mehr wo.
Für jede "Blume" habe ich drei verschiedene Abstufungen einer Farbe genommen und dann lustig drauf los gestickt. Ich hatte in Gedanken, dass ich die Stickereien irgendwie für meinen Larp-Charakter nutzen würde, also habe ich die sechs Farben des Regenbogen bedient.


Die Stickereien habe ich bislang noch nicht eingesetzt. Ich finde keinen passenden Anlass beziehungsweise kein passendes Textilstück, bei dem ich diese Stickereien einsetzen könnte.


Also wohnen sie derzeit mit vielen unfertigen Stickereien in einer Kiste und harren der Dinge, die da kommen.


Ich hatte mal die Idee, sie auf einem Cape einzusetzen. Mal sehen, was daraus wird.

Freitag, 7. April 2017

Eine Nähsünde in rot und schwarz: Ein Kleid für nur einen Ball

Erstellungsdatum: Frühling 2009

Hätte mir 2007 oder früher mal jemand gesagt, dass ich irgendwann auf Tanzbälle gehe, ich hätte ihm einen Vogel gezeigt und herzlich gelacht. Es gab Zeiten, da hätte ich nicht gelacht sondern angefangen zu träumen aber gewusst, dass ich zu schüchtern für so etwas bin.
Und dann habe ich mit dem tanzen angefangen. Die Tanzart ist etwas ungewöhnlicher als das, was normalerweise getanzt wird: historisierende Tänze

Solche Tänze werden auf Mittelaltermärkten getanzt - und auch speziellen Tanzbällen!

Mein Tanzpartner (leider nicht der WurzelPrinzGemahl) und ich waren uns nach anderthalb Jahren einig: Nach all den Tanztrainings wollten wir nun auch auf einen Ball. Unsere Gewandung haben wir uns selbst genäht: Er sich seine, ich mir meine.

Ich hatte mich in das Schnittmuster McCalls 4997 verguckt. Hierzu habe ich mir zwei Stoff geholt: einen schwarzen (als Futter) und einen roten. Die Farbwahl stammt aus der Stoffwahl meines Tanzpartners, der einen wunderschönen schwarz/roten Stoff erstanden hatte. Leider gab es davon nichts mehr für mich.
Wir haben damals viele Witze gemacht über unsere Ballkleidung und den DSA-Zauberspruch "Schwarz und Rot".

Das Kleid wurde einen Tag vor dem Ball fertig. Es sind etwas mehr als 10 m Borte verarbeitet und über 30 Knöpfe angenäht. Das Kleid hat mich einiges an Nerven gekostet. Um so ärgerlicher war es dann, dass ich keine Zeit mehr hatte ein passendes Unterkleid zu nähen, weswegen ich auf ein Kleid zurückgegriffen habe, das ich als 16-jährige just-for-fun gekauft hatte.

Der Ball kam, wir tanzten und das Kleid wurde auch bewundert. Aber es war bei weitem nicht so toll, wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine Haare luden sich an dem Stoff auf und standen in alle Richtungen. Die Entladungen dann erzeugten wundervolle Blitze immer dann, wenn ich einem neuen Tanzpartner die Hand gab - welch fulminante Begrüßung...


Zu allem Übel war Rotwein auf dem Kleid gelandet.
Jahre lang verstaubte das Kleid dann dreckig und nicht-geliebt im Schrank. Letztlich habe ich die Knöpfe abgenommen und den Stoff samt Borte in die Restmüll-Tonne entsorgt.
Was lerne ich daraus? Ein schöner Schnitt macht aus blödem Stoff keinen guten Stoff.

Das obige und das nachfolgende Bild habe ich gemacht, kurz bevor das Kleid entsorgt wurde.


Das nachfolgende Bild stammt vom Tanzball selbst.



Freitag, 31. März 2017

Ein Kolosseum aus Geld

Erstellungsdatum: Mai 2009


Eine Hochzeit im Familienkreise - als Wunsch ein Zuschuss für die Hochzeitsreise. Natürlich komme ich solchen Wünschen von Brautpaaren gerne nach.


Ich verpacke aber auch gerne Geldgeschenke und so habe ich das Ziel der Reise erfragt: Rom
Mit einigen Paaren haben wir dann zusammen gelegt und ich habe aus Geldscheinen Kisten gefaltet und zusammengesteckt. Diese Kisten habe ich dann in einem Rund aufgeschichtet, das ganze sollte aussehen wie das Kolosseum. Damit das auch auf einen Blick erkennbar war kam ein Bild vom Kolosseum dazu. Eine aufgeschnittene und mit schwarzem Stoff bespannte Kiste diente als Hintergrund. Auf den schwarzen Hintergrund kamen dann noch Zettelchen mit guten Reisewünschen und Glückwünschen zur Hochzeit.

Freitag, 24. März 2017

Das wars dann - die Idee eines Kleides und die mangelhafte Umsetzung

Erstellungsdatum: Sommer 2008


Die Hochzeit von Freunden stand an. Es war die erste Hochzeit im Freundeskreis, zu der ich mir selbst ein Kleid nähen wollte. Ich fühlte mich gerade so sicher an der Nähmaschine, dass ich mich traute auch außerhalb vom Larp etwas zu nähen und zu tragen.


Mir schwebte ein bodenlanges Kleid in hellblau vor und ich habe das Schnittmuster NewLook 6531 (Variante A) ausgewählt. Voller Elan ging ich an den Zuschnitt und nähte die ersten Teile zusammen. Das ganze sah (zu dem Zeitpunkt) noch gut aus. Dann kam irgendwann der Zeitpunkt, da ein Reißverschluss eingesetzt werden musste. Und nun begann die Katastrophe.

Ich hatte zuvor bereits häufig Reißverschlüsse eingesetzt, jedoch nicht in Stoff, der leicht stretcht (wie der Kleiderstoff einer war). Ich habe es partout nicht hinbekommen, das Zahn-Gebilde so in die Naht an der Seite zu setzen, dass keine hässlichen Dellen entstanden.
Heute weiß ich, dass ich mit etwas Vlieseline Erfolgt gehabt hätte.

Aufgrund einer Operation hatte ich dann nicht mehr die Muße und den Elan, das Kleid weiter zu nähen. Zum Glück kam da jemand des Weges, der nähen konnte und mir Anfänger Hilfe anbot. Ich habe die Hilfe gerne angenommen - und das wars dann.
Anstelle die Seitennaht mit dem Reißverschluss zu versehen, wie angedacht, schnitt dieser Helfer in den Rücken und wunderte sich dann, dass nicht genug Stoff an den Rändern des Schnitts übrig war, um den Reißverschluss einzunähen. Dass in letzter Konsequenz der Schnitt bis zum Boden hätte gehen müssen und damit dann der bereits eingenähte Kontraststoff nicht mehr richtig sitzen würde war irgendwie nicht klar.

Das Kleid wanderte also in die Tonne und ich habe mich danach nicht wieder an diesem Schnitt versucht. Letztlich ist der Fehlschlag meine Schuld, weil ich mich für den falschen Stoff entschieden hatte. Der Nähprozess hat mir dann aber gezeigt, dass auch andere Näher mal einen Knoten in den Gedanken haben und ich nicht alleine damit da stehe. Auch habe ich gelernt, dass man die Schere niemals im Affekt ansetzen sollte sondern lieber nochmal eine Nacht drüber schläft. Der Schaden, den ein einfacher Schnitt anrichten kann ist einfach zu gewaltig.


Die Bilder von dem Stück sind aus der Zeit, bevor die Probleme eintrafen. Die Träger fehlen hier noch und der vermaledeite Reißverschluss. Letztlich weiß ich gar nicht, ob mir das Kleid wirklich gestanden hätte.

Freitag, 17. März 2017

Kupfer-Krawatten für den WurzelPrinzGemahl

Erstellungsdatum: April 2012


Als mein Bruder seine Hochzeit ankündigte, da packte mich der Ehrgeiz. Zu meiner eigenen Hochzeit hatte ich aus diversen Gründen nichts selbst genäht. Nun aber wollte der WPG eine Frack tragen und ich wollte ein  Kupfer-Kleid haben.


Und wie das so ist mit ehrgeizigen Projekten - die Zeit vergeht schneller als man sie nutzen kann - oder man verplempert die Zeit an Kleinigkeiten, wo man sie eigentlich effektiver einsetzen könnte. So bleib es denn auch nur bei Frack und Hose für den WPG. Für Fliege und Weste fehlte die Zeit.
Also nahm ich Stoffreste von meinem Kleid und nähte Krawatten.


Warum denn gleich 2 Krawatten?
Damit der WPG dann am Tag selbst entscheiden konnte, welche er trage wolle. Die opulente mit dem beflockten Stoff oder doch lieber die schlichte?!


Am Tag der Trauung entschied er sich dann für die Krawatte mit Muster.
Erst über die Krawatte fiel den anderen Gästen auf: "Hey, ihr seid aber passend gekleidet!" - und dass ich sowohl mein Kleid als auch den Frack des WPG selbst genäht hatte, wollte so manch einer nicht glauben.

Ich müsste nochmal Krawatten nähen, das ist extrem einfach. Ich habe beide Krawatten sogar gefüttert und mit Schlaufe hinten versehen, damit man den hinteren Zipfel gut am vorderen befestigen kann.

Freitag, 10. März 2017

Raubritter Gesucht!

Erstellungsdatum: Mai 2011


Das Vorstellung-Objekt heute ist für den Junggesellenabschied einer Freundin entstanden, die ich seit der Grundschule kenne.

Ich habe ein Foto des Bräutigams auf schwarz/weiß hin bearbeitet am PC, ausgedruckt und dann abgepaust auf Pergamentpapier. Dann kam schwarze Plakatfarbe zum Einsatz. (Diese Technik hatte ich zuvor schon für ein Doctor Who Plakat genutzt)


Auf dem Junggesellinnen-Abschied waren wir im Laufe des Tages auf einem Mittelalter-Markt. Natürlich stand ich per SMS mit dem WPG in Kontakt und er informierte mich, als die Männer-Gruppe den Markt ebenfalls erreichte.
Das war mein Einsatz als Ausrufer: Ich habe den Bräutigam als Raubritter ausgerufen. Wir hatten da eine große Zuhörerschaft und es rannten gleich ein paar Kinder und Halbstarke los, die den Raubritter suchten.
Bei der Ausrufung dämmerte es der Braut, dass sie wohl doch an diesem Tage ihren künftigen Gemahl sehen würde.


Die Halbstarken fanden dann auch den Bräutigam und brachten ihn zu uns. Belohnt wurden sie mit Kuchen und Küsschen auf die Wangen von der Braut.
Und der Bräutigam...? Der Raubritter wurde verurteilt und durfte sich nun zwischen dem Tode und Lebenslänglich "Haft" (in der Ehe) entscheiden. Er entschied sich, Wunder oh Wunder, gegen das vorzeitige Ableben und holte nun den Antrag nach, den er nie getätigt hatte und auf den die Braut immer gehofft hatte.
Der Junggessellenabschied des Bräutigams drehte sich in den Spielen vor dem Zusammentreffen darum, dass er gewisse Gegenstände als Hilfe für den Antrag erhielt (unter anderem einen Ring für sie).

Freitag, 3. März 2017

Alle meine Namen - ein T-Shirt

Erstellungsdatum: Februar 2010


Eines Tages kam mir die Idee ein T-Shirt selbst zu gestalten. Es sollte alle "meine Namen" haben.


Ich habe mich also dran gesetzt und alle Namen meiner Rollenspielcharaktere aufgelistet. Es waren damals wirklich alle Charaktere: aktuelle, abgelegte, gestorbene... Und von jedem nur den ersten Vornamen bzw. den Rufnamen.
Und jeder Namen bekam eine andere Schriftart.
Es hat einige Stunden gedauert, bis ich alle Namen so angeordnet hatte, dass ein schöner "Block" aus den Namen wurde. Mittig in dem Block ist der "Pate" für all die Namen: Mein Realname - in der Schriftart des Paten vom Filmplakat.

Die so erstellte Datei habe ich dann zum Drucker gegeben und er hat mir damit ein Tshirt bedruckt. Genutzt habe ich Inkscape, mein bevorzugtes Zeichenprogramm für den PC.

Es wäre eigentlich mal wieder an der Zeit dieses Shirt erneut zu gestalten. Inzwischen stünden gut drei mal so viele Namen auf der Liste und ich könnte Vorder- und Rückseite gestalten.

Freitag, 24. Februar 2017

Würfeltablett für den Magier/Weltherrscher/Rollenspieler

Erstellungsdatum: Januar 2017


Anfang des Jahres zeigte Julia ein schönes Würfeltablett. Ich selbst brauche so etwas nicht. Ohne das Geräusch rollender Würfel ist das Spiel für mich kein Spiel...
Und als ich das nächste mal im Bastelladen war, da fiel mir eine Holzbox in die Hände - und irgendwie wanderten auch zwei Filzplatten in den Einkaufskorb. Wenige Tage später dann war mein Würfeltablett fertig.


Ich habe die extrem helle Würfelbox schwarz angestrichen. Den Filz für die Auskleidung hätte ich auch genau so wie Julia einkleben können... Hätte. Wenn da nicht diese Idee in meinen Kopf eingestiegen und nicht mehr herausgekommen wäre. Ich wollte nun unbedingt ein Pentagramm in die Unterlage einbauen. In meinem Kopf sehen Schnittränder immer viel sauberer aus, als sie dann in der Realität mit 5 mm dickem Filz und meinen Patschehändchen umzusetzen sind.


An sich sollte um das Pentagramm noch ein runder Rand. An sich... aber es hat nicht so sein sollen. Das Zirkelmesser ist immer verrutscht und hat schiefe Ovale geschnitten. Also hab ich mich mit dem begnügt, zu dem ich handwerklich in der Lage war.


Nun habe ich ein Würfeltablett - und muss mal sehen, wann ich das einsetze. Vielleicht wenn wir wieder bei Freunden spielen, die einen Tisch mit Rillen haben. Dann wäre die Box doch ganz praktisch.

Freitag, 17. Februar 2017

Ein irischer Frosch

Erstellungsdatum: September/Oktober 2012


Letzte Woche habe ich einen Hausanzug für den WurzelPrinzGemahl vorgestellt. Heute möchte ich meinen parallel dazu entstandenen Hausanzug vorstellen.

Eine so krasse Farbe wie das Orange des Astronauten-Hausanzugs wollte ich nicht tragen. Zudem wollte ich einen zweifarbigen Hausanzug haben. Ich habe mich für zwei Grüntöne entschieden. Der WurzelPrinzGemahl hat meinem Hausanzug dann den Kosenamen "Frosch" gegeben.

Das Oberteil ist nach einem Schnittmuster aus einer Burda-Zeitschrift entstanden. Die Känguru-Tasche ist selbst dazu gebastelt.
Hier ein Bild vom Probe-Anziehen - es fehlen noch die Bündchen an den Ärmeln.


Die Bündchen sind keine einfachen Abschlüsse geworden, sie gehen bis zur Hälfte der Handfläche und haben Daumenlöcher - ein Hausanzug mit angebauten Pulswärmern.


(Die Hose auf dem obigen Bild ist im Übrigen meine GreenWar-Hose.)

Die Hose ist nach dem Burda Schnittmuster 8462 entstanden. Sie hat natürlich auch zwei große Taschen, die aber auf Grund der Gleichfarbigkeit des Stoffes zum Beinstoff nicht gut sichtbar sind auf den Bildern.


Das Ganze auch von hinten:


Und einmal von der Seite:


Ich fand den Anzug so noch sehr schlicht und kam dann im Nachhinein auf die Idee, die Känguru-Tasche zu besticken. Ich habe mir dafür einen keltischen Knoten ausgesucht, den ich aus einem farbwechselndem Grün und einem farbwechselndem Braun aufgestickt habe. Dadurch, dass ich auf den fertigen Pullover gestickt habe, ist das Muster nicht ganz gerade geworden.
Wegen des Musters nenne ich den Hausanzug nun "irischer Frosch".


Zudem klaffte der schöne Halsausschnitt und Kapuzenansatz immer so weit auf, dass ich doch kalt bekam. Also habe ich eine kleine Schließe angebracht, die ich in meinem Schließen/Knopf-Sortiment hatte.


Im Gegensatz zum Hausanzug des WPG trage ich meinen gar nicht mehr. Ich habe ihn einen Winter wieder besseren Wissens immer wieder getragen, danach wurde es mir zu viel. Ich vertrage das Fleece nicht auf meiner Haut an Schultern und Armen. Hätte ich um diese verheerende Wirkung gewusst, ich hätte ein teureres Vlies gekauft, das zu 100% aus Baumwolle gewesen wäre.