Freitag, 28. Juli 2017

Der Wasserfall-Gürtel für die Najade

Erstellungsdatum: Juli - August 2016


Was trägt eine Najade bzw. Wasser-Nymphe als Kleidung von der Hüfte an abwärts?
Das war eine Frage, die ich mir lange gestellt habe in der Konzeption der NSC Gewandung für das Larp Anfang September 2016. Ausgeschlossen hatte ich einen Fishtail-Rock. Sowas wäre zwar hübsch aber auf Larp nicht wirklich praktisch.


Als ich dann die Idee für ein Bikini-Oberteil hatte, da schlich sich in meinen Kopf mein orientalisches Tanzkostüm ein. Eine Pluderhose sollte es also werden. 


Highlight für die Hose (welche ich später noch vorstellen werde) ist der Gürtel. Er ist mit Perlenketten (selbst aufgefädelt natürlich) versehen und dicht mit wasser-farbenen Strasssteinen besetzt. Auch hier habe ich wieder Muscheln aufgenäht.


Da der Schneiderpuppe keine Hose angezogen werden kann, habe ich sozusagen vorab den Gürtel auf dem Rock abgelichtet.


 Der Gürtel wird mit KamSnap-Druckknöpfen an der Seite geschlossen. Für Larp bin ich eigentlich nicht so der Freund von solchen Plastik-Druckknöpfen aber bei einem Kostüm für ein High-Fantasy Wesen, das ohnehin nur ein einziges Wochenende bespielt wird, da kann ich dann doch mal eine Ausnahme machen.

Freitag, 21. Juli 2017

gewagtes Larp-Oberteil - Bikini für ein Wasserwesen

Erstellungsdatum: August 2016

Ich bin an sich nicht der Typ, der seinen Körper auf Larp zur Schau stellt. Elfen, die mit Fell-Bikini schwertschwingend umher laufen... Damen, die unter einem Neckholder-Kettenhemd nichts tragen... Rahjadienerinnen, die Ausschnitte bis unter den Bauchnabel tragen und Gefahr laufen, dass mehr Brust aus dem Oberteil herausfällt als manch einem Mitspieler angenehm... So bin ich nicht.


Aber jetzt musste da eine Ausnahme gemacht werden. Als Wasser-Nymphe, als Najade wollte ich ein schön-Wetter-Kostüm haben. Wenn man im Internet nach Najade, Nereide oder Wasser-Nymphe sucht, dann findet man Bilder von leicht bekleideten Damen. Auch die antiken Darstellungen lassen sehr viel Haut sehen. Und nachdem ich auch schon Auftritte im Bauchtanzkostüm hatte (wenn auch nicht auf Larp), habe ich mich nun doch gewagt...
Ich entschied mich dazu, ein Bikini-Oberteil zu verarbeiten. Das Oberteil habe ich als schlichtes Stück gekauft. Ursprünglich war es ein Neckholder. Ich mag aber keine Neckholder - so habe ich die Nacken-Schnürungen mittels KamSnap zu Trägern verarbeitet.


Erst hatte ich die Knöpfe falsch herum angebracht - ich kann nur raten, sich die Teile gut zurecht zu legen, einmal aufgesetzte KamSnap-Sachen sind unheimlich schwer wieder zu entfernen. Man kann nur mit einer Zange Stück für Stück von dem Druckknopf abschneiden und dann vorsichtig den Kopf vom Knopf schneiden. 


Aus meinem großen Fundus an Handarbeitssachen habe ich weiße, silberne und blaue Perlen genommen und Perlenschnüre daraus gemacht. Diese habe ich auch direkt an das Oberteil genäht. Jetzt sitzen schöne Perlen-Bommel am unteren Rand und Perlenkettchen am oberen Rand.
Natürlich durfte auch hier die obligatorische Muschel nicht fehlen.





Erst hatte ich die Idee, mit HotFix auf dem Oberteil zu arbeiten. Dann war mir nach dem Gürtel von einer Pluderhose (den ich nächste Woche vorstellen werde) und dem Korsett jedoch die Lust auf HotFix vergangen.
Da ich ohnehin auf dem Stoffmarkt war, habe ich dort nach einer passenden Borte mit Pailetten Ausschau gehalten. Gefunden habe ich dann auch eine Pailettenborte, die nicht einfach nur aus Pailetten sondern aus noch einigem mehr bestand. Mit handgesetztem Zickzack-Stich habe ich die Borte auf die Träger aufgebracht.


Zum Glück war am Samstag auf dem Larp so schönes und warmes Wetter, dass das Oberteil auch getragen werden konnte.

Freitag, 14. Juli 2017

In der Nacht tragen Najaden Korsetts

Erstellungsdatum: Juli 2016


Heute komme ich zu einem Fremd-inspirierten Kostümteil meiner LARP NSC Wasser-Nymphe. Inspirationsquelle war Leesha aus dem grünen Forum mit ihren Feenstaub-Kostümen. Hier ist ein gekauftes Korsett mit diversen Sachen zu einem wundervollen Kostüm umgebaut worden.

Nachdem mir Leesha ein paar Tipps gegeben hat, für die ich mich hier bedanken möchte, habe ich mir ein blaues Korsett bestellt.


Ich habe über den Brüsten zwei lange Chiffonstücke per Hand an das Korsett genäht. An der Unterseite des Korsetts sind diverse Perlenschnüre angebracht - natürlich selbst gefädelt.


Die Chiffon-Schals habe ich auf dem Rücken auf Höhe des oberen Randes vom Korsett mit einem Zier-Metallteil zusammengerafft. An dem Metallteil habe ich noch Perlenschnüre angebracht.


Ich wollte die Chiffon-Schals an den Schultern schön zusammengerafft haben. Ich wollte mich da ein wenig an den römischen Sagum anlehnen - oder zumindest an die wundervollen, faltig gelegten Mäntel, die antike Statuen tragen. Damit die Falten auch "richtig" sitzen - das heißt also genau so, wie ich es haben wollte, habe ich jede Falte einzeln gelegt und mit der Hand vernäht - im Übrigen bin ich bei der Zusammenfassung der Schals im Rücken genau so vorgegangen. Die Nähte habe ich mit Strass-Broschen verdeckt. Ich hatte da zwei Broschen, die ich als "Zugabe" zu meinem Brautkleid bekommen hatte und die ich immer schon grausig glitzernd fand und deswegen weder zum Brautkleid noch sonst wann getragen hatte.


Auf das Korsett habe ich HotFix Steine in allen Farben des Wassers aufgebracht - blau, violett, bernsteinfarben, grün, kristallklar. Oben am Korsett sind die Steine sehr dicht gesetzt, nach unten hin werden es immer weniger. Ich hatte die Idee, dass es so aussehen solle als steige gerade die Najade aus dem Wasser und die einzelnen Wassertropfen perlten an ihr herunter.


Zu guter Letzt habe ich Muscheln an das  Korsett genäht.

Ich habe an dem Korsett gut zwei Wochen jeden Abend zwei bis vier Stunden gewerkelt. An den Wochenenden habe ich teilweise mehr Zeit täglich darein gesteckt.

Materialverbrauch:
  • eigens gekauftes Korsett
  • vorhandener Chiffon
  • diverse Perlen aus dem riesigen Vorrat
  • um die 2.500 Strass-Steine - zum Teil aus dem Vorrat, zum Teil eigens für das Kostüm gekauft
  • zwei Strass-Broschen aus dem Vorrat
  • ein Zier-Metallteil aus dem Vorrat
  • Muscheln aus dem Geschenke-Deko Vorrat

Getragen habe ich das Korsett zu dem blauen Rock, den ich letzte Woche vorgestellt habe.


Das Konzept für Korsett und Rock hatte ich beim gemeinsamen Nähen mit einer der Larp-Organisatorinnen dieser Dame vorgestellt. Ich habe von dem Traum an Materialschlacht erzählt, von Perlen, Strass-Steinen und Muscheln.
Bei ihr haben wir auch die Muscheln mit Bohrlöchern versehen, damit ich sie aufnähen konnte. Aufgenäht sind sie mit einmal Faden durchfädeln, größere Perle als das Loch auffädeln und Faden wieder zurück durchs Loch führen. So sieht man keinen Faden.


... Gut, ich erzählte da also von dem ganzen Glitzer und Klimsbims und so ein Zeug und sie meinte: "Jaja, früher als Kind, da wollten wir keine Prinzessinnen sein sondern lieber Hexen - und jetzt als erwachsene Frauen basteln wir uns Kostüme, auf die jede Disney-Prinzessin neidisch wäre!"
Öhm... Stimmt. Ich war auch mehr so eine Ronja Räubertochter oder rote Zora als Kind... Prinzessin wollte ich nie sein. Und jetzt erfülle ich mir Träume in Glitzer, die viele Mädchen auch heutzutage mit großen Augen hegen.

Die Phantasie der Bauingenieurin ist also eine sexy-glitzer-Nymphe zu sein. Was wohl Herr Freud zu so etwas sagen würde?!

Und hier noch ein paar Impressionen von den Strass-Steinchen, die den "frisch aus dem Wasser gestiegen Effekt" haben sollen:




An meiner Schneiderpuppe sitzt das Korsett bei weitem nicht so gut wie an mir selbst. Die Schneiderpuppe ist halt auch etwas starrer als ich es bin ;)

Sobald ich Zeit, Gelegenheit, Fotograf und passenden Ort gefunden habe, wird es von dem Gesamtkostüm auch noch einmal Fotos in getragenem Zustand geben. Natürlich nur mit passendem Make-up und zugehöriger Frisur - ich habe eigens für das Kostüm eine Perücke bearbeitet, die ich dann zu einem späteren Zeitpunkt noch vorstellen werde.

Freitag, 7. Juli 2017

Ein schlichter Rock in blau für die Najade

Erstellungsdatum: Juli 2016


Ende letzten Jahres habe ich von einem Kostüm erzählt, dessen weitere Bestandteile ich nun mit und mit vorstellen möchte. Ich habe auf einem Larp als NSC-Rolle eine Wasser-Nymphe dargestellt.

In Vorbereitung meiner NSC Wassernymphe hatte ich mit der Orga des Larps Kontakt. Ich hatte sie gefragt, wie sie sich die Nereide vorstellen: Sexy Männerkopf-verdrehend  oder lieber als "Lady am See" mit langen, wallenden Gewändern.

Wir waren uns da an sich einig: Gegen sexy spricht doch nichts?!
Also gingen meine Überlegungen erst rein in diese Richtung - bis mir dann klar wurde, dass ich ja auch abends in der Rolle stecken würde und ich ja gerne schnell friere. Also musste doch eine Variante des Kostüms her, dass ich auch im Abend tragen konnte.


Bei einem Näh-Treffen mit einer der Larp-Organisatorinnen  habe ich dann einen blauen, langen Rock genäht, Der Stoff ist eine Poly-Baumwoll-Mischung, die kaum knittert. Genau deswegen hatte ich den Stoff ausgesucht, er war ein Glücksgriff in einem der Näh-Läden hier in der Stadt.
Wasser ist fließend, der Rock sollte auch auch sein.

Ich habe mich an Simplicity 7424 orientiert. Das ist wirklich mehr eine grobe Orientierung gewesen.

Der Rock selbst ist wirklich ganz schlicht gehalten. Das, was ich an Oberteil dafür gebastelt habe, ist dann das, was so richtig aufträgt.

Freitag, 30. Juni 2017

Der Mantel einer Najade - oder: du "Legionelle"

Erstellungsdatum: August 2016


Der geneigte Leser wird sich kurz wundern: "Was hat der Gnomblog mit Legionellen zu tun?"  - Legionelle ist in diesem Zusammenhang mal wieder eine der großartigen Wortschöpfungen des WurzelPrinzGemahls. Ich hatte ihm erläutert, dass ich einen Mantel herstellen wollte, der so aussehen sollte wie bei einem römischen Legionär. Weibliche Form von Legionär, gekoppelt mit einer WPG-eigenen Form von Diminutiv... Danach hieß dieses Projekt bei ihm "Legionelle".

Als ich im Februar von meinem Glück eine Najade spielen zu dürfen erfahren hatte, habe ich für irgend was anderes Stoffe bestellt und bin dabei über einen bedruckten Stoff in Wasser-Optik gestolpert. Kurzerhand hatte ich davon dann ein paar Meter bestellt und als er geliefert wurde war ich erstaunt über die gute Qualität des Drucks. Der Stoff sah wirklich wie Wasser aus.
Lange habe ich hin und her überlegt, wie ich den Stoff am besten zur Geltung bringen könnte bei einem Najaden-Kostüm.


Irgendwann merkte ich, dass ich in meinen Gedanken immer wieder eine Möglichkeit suchte, den Stoff zu einem Mantel umzubauen, wie ihn ein römischer Legionär trägt (zumindest in den Asterix-Comics). Ich entsann mich all der tollen Statuen und Büsten, die ich in Griechenland schon so oft bewundert habe. Mäntel, die auf Rüstungsteilen auf den Schultern gehalten werden und dann wundervoll nach hinten fallen - mit in Marmor gehauenem Faltenwurf.


Gut, und wie näht man sowas nun?
Ich habe erst nach Schnittmustern gesucht, bin aber nicht wirklich fündig geworden. Dann habe ich mich dran gesetzt und meine Schneiderpuppe zur Hilfe genommen. Die gute Puppe musste dann diverse Steckversuche ertragen. Letztlich war ich mir sicher: Es klappt aber ich brauche einen Harness dafür, damit der Mantel so sitzt, wie ich es will.
Für den Harness habe ich Gurtband aus meinem Fundus genommen und mit blauem Stoff bezogen. Schließen kann man den Harness mit einigen kleinen Haken und Ösen vor dem Brustkorb (zwischen den Brüsten)


Um möglichst wenig von dem tollen Stoff zu verschwenden, habe ich die Säume nicht umgeschlagen sondern Satin-Schrägband in silber und blau genutzt.


Erst hatte ich vor, den Mantel einfach auf den Schulterpartien des Harness anzusetzen. Dann hätte man bei dem tollen Kostüm aber den Harness gesehen. Das wollte ich aber eben nicht. Also habe ich ein Stück Stoff abgeschnitten und als "Querriegel" vorne angebracht. Alle Falten des Stoffes sind an mindestens zwei Stellen von Hand vernäht, damit die Falten auch genau so liegen, wie ich es will. Der Umschlag-Teil, welcher vorne liegt und den Harness verdeckt, wird mit einem Druckknopf auf der Schulter geschlossen.

Damit war aber noch nicht genug. Ich wollte Zierteile an den Schultern haben. Erst wollte ich runde Gürtelschnallen nehmen - habe aber keine passenden gefunden. Also habe ich Broschen gekauft, die Glitzer-Kitsch-Blau einfach passten.



Man mag es kaum meinen, der Mantel besteht ja nur aus einfachem, dünnen Baumwollstoff - aber er hält wirklich warm.


Und jetzt kann ich in meiner "Was will ich alles in meinem Leben mal nähen"-Liste den "Superhelden-Mantel" auch abhaken ;)

Freitag, 23. Juni 2017

Ich brauche noch eine Tasche für die Gnymphe!

Erstellungsdatum: August 2016


Der WPG und ich waren als NSC auf einem Larp und ich wollte dem WPG noch eine Umhänge-Tasche nähen. Ich habe ein Stück weißer Baumwolle genommen, dass ich mal geschenkt bekommen hatte. Der Stoff war recht dick und fest.

Ganz nebenbei: Bekommt eigentlich jeder, der eine Nähmaschine besitzt, auch so viel Stoff von Leuten geschenkt? Und ist es dann meist so ein komisches Zeug, das man eigentlich gar nicht braucht?

Wieder zum Thema:
Die Tasche war also weiß, das Futter der Tasche war ein brauner, dünner Baumwollstoff. Als die Tasche und das Band zum Umhängen noch separat waren, habe ich das Ganze mit dunkelrotem Färbemittel in die Waschmaschine gegeben. Heraus kam dabei eine hellrosa Tasche - ich schaffe es einfach nicht, ordentlich zu färben. Ganz selten bekomme ich das Ergebnis, das ich haben wollte. Vielleicht liegt es an der Farbe... Ich habe mich auf jeden Fall geärgert. Die dunkelrote Tasche sollte eigentlich für den Druiden des WPG sein. Nun musste die Tasche aber fertig werden und rosa war weder was für seinen, noch für meinen Charakter.
Also habe ich in meinen Färbemittel-Vorrat geschaut und gesehen, dass ich noch dunkelblaue Farbe hatte. Gut, überfärbe ich das Ganze und laufe Gefahr, dass ich eine violette Tasche bekomme - alles ist besser als rosa!

Als ich die Sachen aus der Maschine holte sah ich das Ergebnis: hellblau - wo war das rot hin verschwunden?
Gut, hellblau passte zumindest zur Najade, die ich spielte. Da musste der WPG halt eine der Taschen aus unserem Fundus nehmen.

Ich habe dann Gurtband in das Band eingezogen, das Ganze per Hand an die Tasche genäht, Druckknöpfe angebracht und fertig war die Tasche.

Für meine Najade war die Tasche einfach in blau aber zu schlicht.
Also habe ich Acryl- und Textilfarbe genommen und die Tasche bemalt. Manch ein DSA-Spieler kennt das Muster - es ist aus dem Liber Cantiones entnommen, wo es als Seitenzierde auftaucht.


Aber auch die Malerei war noch nicht genug - ich habe noch ein paar HotFix-Steine aufgesetzt.


Et viola: Fertig war die Tasche - von der ich dachte, ich würde sie nicht wirklich brauchen.
Letztlich war ich froh, eine Tasche dabei zu haben. Taschentücher, Allergie-Mittelchen, zwei große Muscheln als Trinkgefäße und so einiges andere wollten mitgeschleppt werden und da kam die Tasche ganz recht.

Freitag, 16. Juni 2017

Ein Unterbrustkorsett für die Bibliothekarin - Irene Winters und der Bücherball

Erstellungsdatum: März - April 2017


Über den Bücherball und den Anlass für das Irene Winters Kostüm habe ich bereits ausführlich berichtet.

Für meine Interpretation der Irene Winters habe ich mir ein Unterbrustkorsett gewünscht. Seit September 2016 habe ich die Angst vor Korsetts mit Spiralstäben verloren (zum Glück!) und habe mich nun an meinem ersten Unterbrustkorsett versucht. Als Schnittmuster dazu habe ich mir von Simplicity Nummer 7916 geholt.


An der Schneiderpuppe sitzt das Korsett nicht so richtig. Das liegt einfach daran, dass die Puppe viel starrer ist als ich selbst ;)

Das Korsett ist oben und unten mit Schrägband eingefasst. Die Schließen vorne dienen nur der Zier.
 

Entgegen meiner Absicht, das Korsett hinten etwas aufstehen zu lassen, um auch an "schmaleren Tagen" noch gut hinein zu passen, schließt es hinten leider vollständig.


Der Vollständigkeit-halber noch ein Bild von der Seite:


Und hier einmal ein Bild mit dem Futter, einem schlichten beigen Baumwollstoff.

Die Schnürung sieht im offenen Zustand recht wüst aus aber ist durchdacht, wie man bei den Bildern weiter oben sehen kann.
Ich hoffe stark darauf, dass mich jemand in das Korsett einschnürt auf dem Ball. Ich bin ohne Begleitung da aber habe die Hoffnung, dass ich Hilfe finde. Bislang habe ich noch auf jedem Ball in den Umkleiden jemanden gefunden, der mir geholfen hat.

Freitag, 9. Juni 2017

Ein Buch als Handtasche - Irene Winters und der Bücherball

Erstellungsdatum: April/Mai 2017


Über den Bücherball und den Anlass für das Irene Winters Kostüm habe ich bereits ausführlich berichtet.

Letzte Woche habe ich das Atlas-Cape gezeigt. An diesem Cape sind an der tiefsten Stelle des Gurt-Bandes zwei D-Ringe angebracht. Wie versprochen, zeige ich heute was es damit auf sich hat.
Ich brauche eine Tasche, in die ich Zimmerschlüssel, Taschentücher und vielleicht noch andere Kleinigkeiten packen kann. Da auf einem Ball getanzt wird, sollte die Tasche mitführbar sein.


Schon vor einer ganzen Weile bin ich im Internet über Beschreibungen gestolpert, wie man ein Buch zu einer Clutch ausschlachten/umarbeiten kann. Und was gäbe es passenderes für die Bibliothekarin Irene Winters als eine Handtasche aus einem Buch?
Also habe ich mich an einem Bücherschrank bedient und ein dickes Buch mitgenommen.


Das Buch wurde wirklich auseinander genommen: Ich habe mit Skalpell und Teppichmesser das Innenleben herausgeschnitten und mit ganz viel Leim die Seiten innen zusammengeklebt.
Nun ist das Buch eine Handtasche geworden.


Damit ich aber keine lose Clutch mit mir rumschleppe habe ich zwei schöne Karabiner an das Buch angebracht. Mit diesen Karabinerhaken kann ich das Buch nun an dem Cape befestigen:


Das Buch zieht das Cape auch nochmal etwas besser in Form.

Die Rückseite des Buches ist mit einem Stück Schrägband repariert. In meinem Elan beim Herausschneiden des Innenlebens habe ich den Einband an dieser Stelle beschädigt. Da es aber die Rückseite betrifft und ich farblich zum Kostüm passendes Schrägband da hatte, bin ich dem Schnitt mit Leim und Schrägband zu Leibe gerückt.


Geschlossen wird die Handtasche mit einer Hakenschließe.
Die Stoff-Seitenteile, die man bei der offenen Tasche sieht, sorgen dafür dass die Kleinteile aus der Tasche nicht herausfallen beim Öffnen.


Auch wenn ich Anfangs Manschetten davor hatte, ein Buch zu zerstören, so mag ich das Ergebnis echt gerne.
Beim zerschneiden des Buches habe ich das ein oder andere des Inhaltes optisch erfasst und muss sagen: So wirklich Leid tut es mir nicht um diesen schwulst-Roman...

Freitag, 2. Juni 2017

Atlas-Cape - Irene Winters und der Bücherball

Erstellungsdatum: März/April 2017


Über den Bücherball und den Anlass für das Irene Winters Kostüm habe ich bereits ausführlich berichtet.

Bei den Überlegungen zum Kostüm stolperte ich über eine Art Banditen-Cape, das nur über eine Schulter getragen wird. Das sah nicht so schwer zu nähen aus, also notierte ich mir ein solches Cape auf der Wunschliste.
Für das Cape habe ich einen Weltkarten-Stoff verwendet. Irene Winters reist viel und so kommt es mir passend vor auch eine Karte irgendwo im Kostüm unterzubringen. Zudem hatte ich den Stoff im Stash.


Erst hatte ich nur das hellbraune-Band für das Cape vorgesehen. Irgendwie schlich sich in meine Gedanken die Idee ein, einen alten Gürtel für die Schließe zu nehmen. Die Idee entwickelte sich rasch weiter und ich habe ein doppelseitiges Band aufgesetzt, das auf der einen Seite dunkelbraun, auf der anderen dunkelgrün war. Die Farbe grün ist meine Kontrastfarbe zu dem ganzen beige und braun in dem Kostüm.


Das schmalere Band ist immernoch fast 5 cm breit und wird mit einer Schnalle geschlossen. Die Löcher für die Schnalle sind mit der Hand gesäumt. Das ging erstaunlich schnell und das werde ich künftig häufiger machen.


Das Cape ist in Falten in das Band angesetzt. Auf Grund der Schräge fiel der Stoff nun aber nicht in den Falten, die ich haben wollte. Also habe ich per Hand und verdeckt die Falten einige Zentimeter weit festgenäht, so dass jetzt die Falten erzwungen werden, die ich haben will.


Wirklich wärmen wird das Cape wohl nicht - ursprünglich wollte ich etwas nähen, das wärmend ist. Nun hoffe ich auf super tolles, warmes und sonniges Wetter und dass es auch nachts noch warm ist.


Beim Fotografieren des Capes kam dann leicht Wind auf, so dass man hier sieht, wie gut ich "Super-Gnom" mit dem Cape spielen kann...


An die tief hängende Seite habe ich zwei D-Ringe befestigt. Die sind natürlich nicht einfach so an das Cape genäht. Nächste Woche werde ich enthüllen, was es damit auf sich hat.
Hier sieht man sie gut, ebenso den Übergang von dunkelbraunem Band auf grünes Band:


Beichte einer Hobby-Schneiderin: Ich habe geschummelt. Damit das hellbraune Band nicht verrutscht unter der Schnalle, habe ich hier zwei kleine Druckknöpfe angenäht. So bleibt alles an Ort und Stelle.

Und warum Atlas-Cape?
Da der Stoff eine Landkarte ist, hat der WurzelPrinzGemahl dem guten Stück diesen Namen gegeben. Atlas, der Titan, trägt ja bekanntlich die Welt auf seinen Schultern. Der WPG meinte sogar, ich würde die Welt lässig über nur eine Schulter tragen, was mich zu einem Über-Titanen machen würde...